1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Autofahren muss nachts billiger sein als am Tag!
Zeige Bild in Lightbox Autofahren muss nachts billiger sein als am Tag!
(© Foto: Petair - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Michael Hüther in der Bild Gastbeitrag 4. September 2014

Autofahren muss nachts billiger sein als am Tag!

IW-Direktor Michael Hüther rät in der Bild-Zeitung zu einer PKW-Maut, die den Verkehr lenkt, indem die Preise für die Straßennutzung nach Tageszeit und Verkehrsdichte variieren. Außerdem, schreibt er in seiner Kolumne "Der Wohlstands-Hüther", würde er die Zusatzeinnahmen durch die Maut über eine Betreibergesellschaft vorm Zugriff des Finanzministers schützen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Das war zu erwarten: Die Pkw-Maut wird so nichts, wie es die bayerischen Erfinder im Bundestagswahlkampf dachten und in den Koalitionsvertrag drückten.

Weder kann man die europäischen Nachbarn extra belasten, noch bringt die von Verkehrsminister Dobrindt vorgestellte Lösung wirklich Geld.

Schon prüft der Finanzminister ein Konzept, das auch inländische Autofahrer belasten würde.

Zwar ist richtig: Mehr als drei Milliarden Euro fehlen Dobrindt pro Jahr, um Engpässe und Schlaglöcher zu beseitigen. Da helfen aber die optimistisch erwarteten 600 Millionen Euro aus der Pkw-Maut nicht wirklich.

Doch richtig ist auch: Der Bund kassiert etwa 46 Milliarden Euro pro Jahr aus verkehrsspezifischen Steuern und Abgaben, investierte aber zuletzt nur 5,4 Milliarden Euro in Fernstraßen. Es liegt nicht wirklich am Geld, sondern am politischen Willen.

So ist die eigentlich bedeutsame Frage: Was kann eine klug gemachte Maut bewirken? Sie soll den Verkehr lenken!

Deshalb dürfen die Autofahrer nicht pauschal belastet werden, sondern müssen nutzungsabhängig zahlen.

Eine Lenkungswirkung entsteht, wenn Streckenabschnitte nach Staugefahr unterschiedlich hohe Preise hätten.

Auf dem Kölner Ring würde man in der morgendlichen Rushhour mehr zahlen als nachts und am Vormittag. Und es wäre vermutlich immer teurer als auf der weniger genutzten Ostseeautobahn.

Den Berufspendlern könnte man vergünstigte Abos anbieten, um sie nicht zu überlasten.

Damit das Geld auch zielgenau auf den belasteten Straßen ankommt, sollte man wie in Österreich eine Betreibergesellschaft gründen, die alle Mauteinnahmen erhält.

Anders als der Bund könnte diese Gesellschaft Projekte über mehrere Jahre planen, wodurch sie schneller und günstiger werden. Auch die Zusammenarbeit mit privaten Investoren ließe sich so steuern.

Und: In jedem Fall wäre das Geld vor dem Finanzminister sicher.

Michael HütherMichael Hüther Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung

Zum Gastbeitrag auf bild.de

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Bleiben wie an vielen anderen Tagen im Stau stecken: LKW auf der A3 bei Köln.
Thomas Puls / Edgar Schmitz Pressemitteilung 22. November 2022

Infrastrukturmängel: Marode Straßen bremsen Unternehmen aus

Bröckelnde Straßen, kaputte Brücken und überlastete Zugtrassen sind nicht nur im Alltag ein Ärgernis, sondern haben auch ökonomische Folgen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jetzt: Vier von fünf Unternehmen in Deutschland ...

IW

Artikel lesen
Thomas Puls / Edgar Schmitz IW-Trends Nr. 4 22. November 2022

Wie stark beeinträchtigen Infrastrukturprobleme die Unternehmen in Deutschland? Ergebnisse von IW-Befragungen

Gesperrte Autobahnen, überlastete Seehäfen und Ausfälle im Schienengüterverkehr sorgten in den letzten Monaten neben den hohen Energiepreisen und Materialengpässen für Verdruss bei Unternehmen in Deutschland.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880