In den letzten Jahrzehnten ist Deutschland immer mehr zum Einwanderungsland geworden. Damit wurde auch die Fachkräftebasis im Land nachhaltig gestärkt. Allerdings haben sich nicht alle zugewanderten Personen gleich gut in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. So ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine selektive Migrationspolitik notwendig.
Entwicklung der Zuwanderung: Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
In den letzten Jahrzehnten ist Deutschland immer mehr zum Einwanderungsland geworden. Damit wurde auch die Fachkräftebasis im Land nachhaltig gestärkt. Allerdings haben sich nicht alle zugewanderten Personen gleich gut in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. So ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine selektive Migrationspolitik notwendig.
Fachkräfteengpässe schränken die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zunehmend ein und werden damit auch zu einem Risiko für die Entwicklung des Wohlstands der Bevölkerung in Deutschland. Die Ursachen sind vorwiegend demografisch bedingt. In den Jahren 1960–1964 wurden in Deutschland insgesamt 6,9 Mio. Menschen geboren, die jetzt zunehmend aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Geht man von einem typischerweise 40 Jahre dauernden Erwerbsleben aus, müssten zwischen 2000 und 2004 geborene Menschen diese ersetzen. In diesem Zeitraum erfolgten allerdings nur 3,6 Mio. Geburten – etwas mehr als halb so viele wie zwischen 1960 und 1964. Das Verhältnis zwischen den Jahrgängen 1965–1969 einerseits und 2005–2009 andererseits ist sogar noch etwas ungünstiger (vgl. Geis-Thöne 2022a).
Den so am Arbeitsmarkt entstehenden Fachkräftelücken lässt sich auf unterschiedliche Weise entgegenwirken, angefangen mit besseren Betreuungsangeboten für Eltern und stärkeren Erwerbsanreizen für Ältere bis hin zur Automatisierung zahlreicher Arbeitsschritte mithilfe neuer KI-Technologien. Das Grundproblem lässt sich allerdings nur durch eine Veränderung der demografischen Entwicklung lösen oder zumindest reduzieren. Dies lässt sich durch Zuwanderung bewerkstelligen. Positive Wirkungen können dabei durchaus sehr kurzfristig einsetzen. Hingegen dauert es bei einer Stärkung der Geburtenentwicklung zwei Jahrzehnte, bis die neugeborenen Kinder dem Arbeitsmarkt als Erwerbspersonen zur Verfügung stehen – und in der Zwischenzeit werden zusätzliche Arbeitskräfte für deren Bildung und Betreuung benötigt
Entwicklung der Zuwanderung: Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Von Helfer zu Fachkraft – Fachkräftepotenziale der Höherqualifizierung
Viele kleine und mittlere Unternehmen suchen ausgebildete Fachkräfte, finden jedoch oft aufgrund von Fachkräfteengpässen keine.
IW
Ausbildung erfolgreich gestalten vom Marketing bis zur Übernahme
Die betriebliche Ausbildung ist ein zentraler Hebel der Fachkräftesicherung. Am Anfang der Investition in künftige Nachwuchskräfte steht die Ansprache und Gewinnung von neuen Auszubildenden. Für viele Unternehmen ist es eine Herausforderung, angebotene Ausbildungsplätze passend zu besetzen.
IW