1. Home
  2. Studien
  3. Entwicklung der Zuwanderung: Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben
Externe Veröffentlichung 20. März 2025 Wido Geis-Thöne in IzR Informationen zur Raumentwicklung Entwicklung der Zuwanderung: Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben

In den letzten Jahrzehnten ist Deutschland immer mehr zum Einwanderungsland geworden. Damit wurde auch die Fachkräftebasis im Land nachhaltig gestärkt. Allerdings haben sich nicht alle zugewanderten Personen gleich gut in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. So ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine selektive Migrationspolitik notwendig.

Zum Download
Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben
Externe Veröffentlichung 20. März 2025 Wido Geis-Thöne in IzR Informationen zur Raumentwicklung

Entwicklung der Zuwanderung: Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben

Wido Geis-Thöne in IzR Informationen zur Raumentwicklung Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

In den letzten Jahrzehnten ist Deutschland immer mehr zum Einwanderungsland geworden. Damit wurde auch die Fachkräftebasis im Land nachhaltig gestärkt. Allerdings haben sich nicht alle zugewanderten Personen gleich gut in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. So ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine selektive Migrationspolitik notwendig.

Fachkräfteengpässe schränken die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zunehmend ein und werden damit auch zu einem Risiko für die Entwicklung des Wohlstands der Bevölkerung in Deutschland. Die Ursachen sind vorwiegend demografisch bedingt. In den Jahren 1960–1964 wurden in Deutschland insgesamt 6,9 Mio. Menschen geboren, die jetzt zunehmend aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Geht man von einem typischerweise 40 Jahre dauernden Erwerbsleben aus, müssten zwischen 2000 und 2004 geborene Menschen diese ersetzen. In diesem Zeitraum erfolgten allerdings nur 3,6 Mio. Geburten – etwas mehr als halb so viele wie zwischen 1960 und 1964. Das Verhältnis zwischen den Jahrgängen 1965–1969 einerseits und 2005–2009 andererseits ist sogar noch etwas ungünstiger (vgl. Geis-Thöne 2022a).

Den so am Arbeitsmarkt entstehenden Fachkräftelücken lässt sich auf unterschiedliche Weise entgegenwirken, angefangen mit besseren Betreuungsangeboten für Eltern und stärkeren Erwerbsanreizen für Ältere bis hin zur Automatisierung zahlreicher Arbeitsschritte mithilfe neuer KI-Technologien. Das Grundproblem lässt sich allerdings nur durch eine Veränderung der demografischen Entwicklung lösen oder zumindest reduzieren. Dies lässt sich durch Zuwanderung bewerkstelligen. Positive Wirkungen können dabei durchaus sehr kurzfristig einsetzen. Hingegen dauert es bei einer Stärkung der Geburtenentwicklung zwei Jahrzehnte, bis die neugeborenen Kinder dem Arbeitsmarkt als Erwerbspersonen zur Verfügung stehen – und in der Zwischenzeit werden zusätzliche Arbeitskräfte für deren Bildung und Betreuung benötigt

Zum Download
Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben
Externe Veröffentlichung 20. März 2025 Wido Geis-Thöne in IzR Informationen zur Raumentwicklung

Entwicklung der Zuwanderung: Welche Bedeutung Personen aus dem Ausland für die Fachkräftesicherung haben

Wido Geis-Thöne in IzR Informationen zur Raumentwicklung Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Führungskraft der Babyboomer-Generation mit Briefing im Büro mit ihrem Team.
Gutachten 6. Juli 2026 Jurek Tiedemann / Franziska Arndt unter Mitarbeit von Katja Pöttker

Ältere Beschäftigte im Unternehmen halten

Der demografische Wandel verändert die Personalplanung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Jurek Tiedemann / Franziska Arndt unter Mitarbeit von Katja Pöttker IW

Artikel lesen
Gutachten 1. Juli 2026 Philip Herzer / Gero Kunath

Fachkräftereport März 2026 – Weniger Engpässe in Sozialberufen, mehr bei Infrastruktur und Verteidigung

Die anhaltend schwache Konjunktur belastet zunehmend den Arbeitsmarkt. Im März 2026 gab es mehr arbeitslose qualifizierte Arbeitskräfte und weniger offene Stellen als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenzahl überstieg mit rund 1,3 Millionen die Zahl offener Stellen von 1,1 Millionen dabei deutlich.

Philip Herzer / Gero Kunath IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880