In diesem Beitrag werden die Auswirkungen der stark ansteigenden Verteidigungsausgaben in Deutschland auf die gesamte Volkswirtschaft bis 2030 – dem Zieljahr der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung des Bundes – sowie auf die Industrie als Lieferant der verteidigungsrelevanten Güter analysiert.
Volkswirtschaftliche und industrielle Effekte der steigenden Verteidigungsausgaben in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
In diesem Beitrag werden die Auswirkungen der stark ansteigenden Verteidigungsausgaben in Deutschland auf die gesamte Volkswirtschaft bis 2030 – dem Zieljahr der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung des Bundes – sowie auf die Industrie als Lieferant der verteidigungsrelevanten Güter analysiert.
Dabei wird auch auf Ergebnisse anderer Studien eingegangen und die europäische Dimension des Themas betrachtet. Die makroökonomischen Wirkungen des Ausgabenanstiegs von 2026 bis 2030 auf Investitionen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland werden mit dem Oxford-Modell simuliert. Demnach sind die Wirkungen des Ausgabenanstiegs überschaubar: In den Jahren 2026 und 2027 wird das preisbereinigte BIP um rund 0,7 Prozent und 0,9 Prozent höher gegenüber dem Basisszenario ausfallen. Danach fallen die weiterhin positiven Impulse geringer aus. Auch die Wirkung auf die deutsche Industrie bleibt angesichts des kleinen Anteils der Branche innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes begrenzt, regional können Rüstungsstandorte aber profitieren. Europaweit können die Effekte noch geringer ausfallen, da die vier größten Volkswirtschaften neben Deutschland (Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien) aufgrund ihrer hohen Verschuldung bislang keinen zügigen Anstieg der Verteidigungsausgaben planen. Zu beachten ist generell, dass das primäre Ziel der erhöhten Verteidigungsausgaben die äußere Sicherheit Deutschlands und Europas in einem veränderten geopolitischen Umfeld bildet. Die wirtschaftlichen Folgen sind als eine Sekundärwirkung zu verstehen und begrenzte wirtschaftliche Impulse sprechen nicht gegen eine politisch notwendige Stärkung der Bundeswehr.
Volkswirtschaftliche und industrielle Effekte der steigenden Verteidigungsausgaben in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Verteidigungsausgaben: Warum die Rüstung kaum Wachstum bringt
Die Verteidigungsausgaben steigen bis 2030 auf fast 200 Milliarden Euro – das bringt einen kleinen Wachstumsschub, aber vor allem Schulden, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Mittelfristig sollte der Bund die Verteidigungsausgaben aus dem Haushalt bezahlen.
IW
Metallpreise konsolidieren auf hohem Niveau
Industriemetallpreis-Index sinkt erstmals nach sechs Monaten unter die 800-Punkte-Marke, schreibt IW-Senior Advisor Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.
IW