Die Weltwirtschaft ist derzeit robust, sie ist aber auch anfällig. Bislang zeigt die deutsche Wirtschaft eine hohe, angebotsseitig begründete Resilienz. Diese resultiert aus dem breiten binnenwirtschaftlich getragenen Aufschwung, der anhält. Damit kommt die deutsche Wirtschaft nicht aus der Spur. Das zeigen auch die Produktions-, Investitions- und Beschäftigungserwartungen der deutschen Unternehmen. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird 2018 um gut 2 Prozent und 2019 um 2 Prozent zulegen. Die Außenwirtschaftsperspektiven werden dabei als anhaltend gut angenommen. Die Investitionstätigkeit verstetigt sich und der Private Konsum liefert weiterhin hohe Wachstumsbeiträge. Letzteres liegt vor allem an der anhaltend steigenden Beschäftigung. Diese trägt auch maßgeblich dazu bei, dass angesichts steigender Staatsausgaben ein öffentlicher Haushaltsausgleich gelingen kann. Trotz der wieder höheren Investitionstätigkeit und der zunehmenden Erwerbsbeteiligung bleibt das Potenzialwachstum im Prognosezeitraum deutlich hinter dem tatsächlichen Wirtschaftswachstum zurück. Dies schlägt sich in der Inflationsrate nieder, die unbeeinflusst von Energiepreiseffekten bei rund 1 ¾ Prozent liegt. Eine Eskalation der aktuellen Handelsauseinandersetzungen mit globalen negativen Auswirkungen kann jedoch die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen und das Wachstum im kommenden Jahr nahezu halbieren.