Die USA weisen seit geraumer Zeit ein Leistungsbilanzdefizit auf. Der Grund hierfür ist die enorme negative Bilanz im Warenhandel. Diese besteht mit zahlreichen Staaten, die sich in asiatische Schwellenländer, ölexportierende Staaten und Industriestaaten einteilen lassen. Den weitaus größten Außenhandelsüberschuss mit den USA hat China. China erlebt einen massiven und langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung, befördert von starken Investitionen und hohem Exportwachstum. Der in diesem Zusammenhang vor allem in den USA geäußerte Vorwurf, Chinas Exporte seien von staatlicher Seite massiv gestärkt, ist nicht völlig von der Hand zu weisen. Die mit dem US-Leistungsbilanzdefizit einhergehenden Netto-Kapitalimporte der USA sind allerdings auch vor dem Hintergrund der über lange Zeit expansiven Geldund Fiskalpolitik zu sehen. Der Exportüberschuss einer Reihe von Industrieländern mit den USA resultiert aus Strukturunterschieden und den damit verbundenen Spezialisierungen.

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2. August 2017

Carsten Ruge M+E-Industrie bleibt Exportbranche Nummer einsArrow

Die wichtigste Exportbranche in Deutschland ist weiterhin die Metall- und Elektro-Industrie: Waren im Wert von 723 Milliarden Euro haben die M+E-Unternehmen 2016 im Ausland verkauft – 1 Prozent mehr als 2015. Damit hat sich der Zuwachs nach 3,2 Prozent im Jahr 2014 und 7,3 Prozent im Jahr 2015 allerdings deutlich verlangsamt. Größter Exportmarkt sind nach wie vor die USA, gefolgt von Frankreich und China. mehr auf iwd.de

Türkeipolitik: Die Zollunion ist der entscheidendere Hebel
Interview, 25. Juli 2017

Michael Hüther im Deutschlandfunk Türkeipolitik: Die Zollunion ist der entscheidendere HebelArrow

Die EU droht der Türkei mit Wirtschaftssanktionen und „die Drohung wirkt”, sagte Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, im Interview mit dem Deutschlandfunk. Denn die türkische Wirtschaft sei stark angewiesen auf Importe aus der Europäischen Union. Doch Ankara habe auch noch Wege, einem möglichen Mittelentzug entgegenzuwirken. mehr