Da höhere Einkommen tendenziell mit höheren Vermögen einhergehen, führt das erweiterte Einkommen zu einer höheren Ungleichheit. Die höhere Konzentration der Vermögen wird jedoch nicht vollständig auf die Einkommen übertragen, da auch ein Teil der Menschen mit geringen und mittleren Einkommen über nennenswerte Vermögen verfügt. Durch die kombinierte Betrachtung wird vor allem deutlich, dass die über 65-Jährigen zwar über unterdurchschnittliche Einkommen verfügen, aber häufiger über höhere Vermögenswerte. Dies führt in Summe zu einer Verbesserung ihrer Wohlstandsposition gegenüber den Jüngeren und zu einem höheren Anteil der Älteren in der oberen Mittelschicht und bei den relativ Reichen, wenn erweiterte Einkommen berücksichtigt werden. Wenngleich es sich um eine hypothetische Betrachtung handelt, die weiterhin mit Unsicherheiten bei der Vermögenserfassung behaftet ist, verdeutlicht die Analyse, dass bei der Abschätzung von Alterseffekten die Berücksichtigung von Vermögen bedeutend ist. Unter Einbeziehung von Vermögen tritt noch deutlicher hervor, dass Ältere unterdurchschnittlich häufig von Armutsrisiken betroffen sind. Die Unterschiede in der kombinierten Ressourcenausstattung sollten bei der Bewertung von Einkommensrisiken Berücksichtigung finden.