Corporate Social Responsibility Image

In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels wird die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern zur Herausforderung für Unternehmen. Die Arbeitgeber werben um die besten Köpfe und können es nicht riskieren, Leistungsträger abwandern zu lassen und so Know-how zu verlieren. Wie also können sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber präsentieren und gefragte Mitarbeiter langfristig binden?

Die Wirkung von Corporate Social Responsibility (CSR) auf (potenzielle) Mitarbeiter wurde bisher wenig erforscht. CSR zielt auf eine nachhaltige Unternehmensstrategie, die Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang bringt. Häufig wird die positive Außenwirkung von CSR-Maßnahmen diskutiert, dabei kann CSR die Attraktivität eines Unternehmens auch nach innen erhöhen und helfen, Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Wichtig ist deshalb, dass Maßnahmen etwa der betrieblichen Sozial- und Personalpolitik nicht isoliert ergriffen werden, sondern ein Element einer langfristig orientierten Unternehmensstrategie sind. Nur dann ist eine Investition in die CSR-Säule „Soziales“ zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität nachhaltig und bringt den Unternehmen auch einen nachweisbaren ökonomischen Vorteil.

Eine Befragung des Marktforschungsinstituts Nielsen von 30.000 Konsumenten weltweit ergab, dass immerhin die Hälfte der Befragten im Alter von 21 bis 34 Jahren darauf achtet, wie nachhaltig ihr (zukünftiger) Arbeitsgeber agiert. Auch gut ein Viertel der 35- bis 49-Jährigen legt Wert auf eine ökologisch-nachhaltige Unternehmensstrategie. Eine repräsentative Umfrage zur „Jobzufriedenheit 2014“ des Personaldienstleisters Manpower Group Deutschland, für die im April 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden, kommt für Deutschland sogar zum Ergebnis, dass mehr als 80 Prozent der Bewerber eher für ein Unternehmen arbeiten wollen, das sich nachweislich gesellschaftlich engagiert. Ein Fünftel schließt eine Anstellung bei einem nicht sozial engagierten Unternehmen sogar völlig aus. Dies könnte allerdings auch Cheap-Talk sein, also folgenloses Gerede, das spätestens dann vergessen ist, wenn ein hohes Gehalt winkt.

Um Bewerber von sich zu überzeugen, sollten Unternehmen im Kern nachhaltig aufgestellt sein, nicht bloß in Hochglanzbroschüren. Ein Wertekodex sollte im gesamten Unternehmen strategisch verankert sein – und vor allem auch gelebt werden. Mitarbeiter, aber auch Bewerber merken sehr schnell, wenn CSR nur ein Lippenbekenntnis ist. Wie Werte im Betriebsalltag auch unter Markt- und Kostendruck gelebt werden können, lernen Masterstudenten im neuen Masterstudiengang „Behavioral Ethics, Economics and Psychology (Master of Arts)“, den die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Akademie (IW Akademie) ab Oktober 2014 in Kooperation mit der Fachhochschule Köln anbietet. Der Studiengang verknüpft ökonomische, ethische und psychologische Perspektiven des Wirtschaftens und zeigt, wie werteorientiertes Management im Betriebsalltag gelingen kann. Am Beispiel der Arbeitgeberattraktivität verdeutlicht sich das Potenzial einer nachhaltigen Unternehmensstrategie.

29. August 2017

Matthias Diermeier / Henry Goecke / Adriana Neligan Riskante RohstoffquellenArrow

Vor allem die deutsche Industrie ist auf Rohstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Wert dieser Importe hat sich zwischen 1995 und 2011 verfünffacht. Auch der Anteil der Einfuhren aus politisch und wirtschaftlich besonders risikobehafteten Ländern ist gestiegen – auf mittlerweile deutlich über 60 Prozent. mehr auf iwd.de

25. August 2017

Theresa Eyerund / Adriana Neligan Nahrungsmittel: Zu gut für die TonneArrow

Jedes Jahr werfen die Bundesbürger im Schnitt 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Allerdings sind längst nicht alle Generationen gleich verschwenderisch – auch aus historischem Grund. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 14. August 2017

Theresa Eyerund / Adriana Neligan Verschwenderische Generationen X und YArrow

82 kg Lebensmittel wirft jeder Bundesbürger pro Jahr weg. Dabei ist das Wegwerfverhalten keineswegs über die Bevölkerung gleich verteilt. Während ältere Generationen aufgrund ihrer (Nach-)Kriegserfahrungen sparsam sind, verschwenden die Generationen X und Y deutlich mehr Ess- und Trinkbares. mehr