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IW-Trends Nr. 1 24. März 2021 IW-Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2021: Gespaltene Wirtschaft im Wechselbad der Pandemie

Die deutsche Konjunktur ist auf der Angebots- und Nachfrageseite gespalten. Konsum und Teile der Dienstleistungsökonomie durchleben erneute und kräftige Einbrüche. Exporte und Teile der Industrie werden von der anziehenden Weltwirtschaft begünstigt. Die Weltwirtschaft wird 2021 um 5 Prozent zulegen, sie ist aber ebenfalls gespalten: China und die USA stützen die Weltkonjunktur, der Euroraum schwächelt aufgrund der dritten Infektionswelle.

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Gespaltene Wirtschaft im Wechselbad der Pandemie
IW-Trends Nr. 1 24. März 2021 IW-Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur

IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2021: Gespaltene Wirtschaft im Wechselbad der Pandemie

IW-Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die deutsche Konjunktur ist auf der Angebots- und Nachfrageseite gespalten. Konsum und Teile der Dienstleistungsökonomie durchleben erneute und kräftige Einbrüche. Exporte und Teile der Industrie werden von der anziehenden Weltwirtschaft begünstigt. Die Weltwirtschaft wird 2021 um 5 Prozent zulegen, sie ist aber ebenfalls gespalten: China und die USA stützen die Weltkonjunktur, der Euroraum schwächelt aufgrund der dritten Infektionswelle.

Der Rückgang des realen BIP in Deutschland im ersten Quartal 2021 und die im zweiten Quartal wieder ansteigenden Infektionszahlen dämpfen die Erwartungen für das Gesamtjahr. Das IW rechnet für 2021 nur noch mit einem Wachstum von 3 Prozent. Erst Anfang 2022 wird das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Unter der Annahme einer erfolgreichen Zurückdrängung der Pandemie und keiner Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit und Standortqualität dürfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 um gut 4 Prozent zulegen. Der Private Konsum wird 2021 aufgrund der Geschäftseinschränkungen stagnieren, nachdem er 2020 um 6 Prozent einbrach. Die Inflationsrate zieht an, sie bleibt aber unter 2 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen kommen nur zögerlich in Fahrt und es werden erst im Jahr 2022 die starken Einbrüche von 2020 aufgeholt. Die Bauinvestitionen wachsen langsam, aber konstant. Im Gefolge der konjunkturellen Erholung wird die Anzahl der Erwerbstätigen wieder zunehmen, das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 wird allerdings im Prognosezeitraum noch nicht wieder erreicht. Der steigende Anteil der Langzeitarbeitslosen erschwert die schnelle Rückführung der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Das staatliche Haushaltsdefizit wird 2021 in Deutschland auf 4,7 Prozent des BIP weiter ansteigen und 2022 rund 3 Prozent des BIP betragen.

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