Die jahrelange konjunkturelle Stagnation hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und die Anzahl der Erwerbstätigen in der Industrie und den verbundenen Branchen sinkt.
Arbeitsmarkt im Wandel – Zwischen Konjunkturkrise, Transformation und demografischem Wandel
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die jahrelange konjunkturelle Stagnation hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und die Anzahl der Erwerbstätigen in der Industrie und den verbundenen Branchen sinkt.
Bevor man sich der nicht trivialen Aufgabe widmen kann, die durch technischen Fortschritt und Strukturwandel obsolet gewordenen Arbeitskräfte mit neuen Kenntnissen für den künftigen Arbeitsmarkt auszustatten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss dafür gesorgt werden, dass diese Beschäftigten überhaupt auf dem Arbeitsmarkt aktiv bleiben.
Die Politik muss die Fehlanreize beseitigen, die ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt begünstigen und unterstützen. Zweitens muss die Bereitschaft der Unternehmen wieder erhöht werden, neue Stellen zu schaffen und Arbeitsuchende einzustellen – und zwar dort, wo sie in den letzten Jahren massiv gesunken ist: in der Privatwirtschaft und dort vor allem in der Industrie und ihren Verbundbranchen. Auf dieser Basis können auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ins Auge gefasst werden, mit denen die Mobilität im Strukturwandel erhöht werden kann. Dazu kann ein effizienz- statt sozial orientierter Kündigungsschutz zählen oder eine Grundsicherungsreform, mit der eine Ausweitung der Arbeitszeit attraktiver gestaltet wird. Auch die Förderung der Weiterbildung kann vor diesem Hintergrund eine größere Rolle spielen. Das ergibt aber erst Sinn, wenn Geförderte einen Anreiz haben, am Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben.
Arbeitsmarkt im Wandel – Zwischen Konjunkturkrise, Transformation und demografischem Wandel
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Wirtschaftliches Wachstum im demografischen Wandel
Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in Deutschland demografisch bedingt bis zum Jahr 2040 um 4,3 Millionen oder 7,7 Prozent sinken.
IW
KI-Nähe des Berufs bisher kein Nachteil auf dem Arbeitsmarkt
Die KI-nahe Beschäftigung gewinnt in Deutschland an Bedeutung. Dies liegt auch daran, dass der Beschäftigungsanteil von Fachkräften sinkt und jener von Experten und Spezialisten zunimmt.
IW