Die jahrelange konjunkturelle Stagnation hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und die Anzahl der Erwerbstätigen in der Industrie und den verbundenen Branchen sinkt.
Arbeitsmarkt im Wandel – Zwischen Konjunkturkrise, Transformation und demografischem Wandel
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die jahrelange konjunkturelle Stagnation hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und die Anzahl der Erwerbstätigen in der Industrie und den verbundenen Branchen sinkt.
Bevor man sich der nicht trivialen Aufgabe widmen kann, die durch technischen Fortschritt und Strukturwandel obsolet gewordenen Arbeitskräfte mit neuen Kenntnissen für den künftigen Arbeitsmarkt auszustatten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss dafür gesorgt werden, dass diese Beschäftigten überhaupt auf dem Arbeitsmarkt aktiv bleiben.
Die Politik muss die Fehlanreize beseitigen, die ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt begünstigen und unterstützen. Zweitens muss die Bereitschaft der Unternehmen wieder erhöht werden, neue Stellen zu schaffen und Arbeitsuchende einzustellen – und zwar dort, wo sie in den letzten Jahren massiv gesunken ist: in der Privatwirtschaft und dort vor allem in der Industrie und ihren Verbundbranchen. Auf dieser Basis können auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ins Auge gefasst werden, mit denen die Mobilität im Strukturwandel erhöht werden kann. Dazu kann ein effizienz- statt sozial orientierter Kündigungsschutz zählen oder eine Grundsicherungsreform, mit der eine Ausweitung der Arbeitszeit attraktiver gestaltet wird. Auch die Förderung der Weiterbildung kann vor diesem Hintergrund eine größere Rolle spielen. Das ergibt aber erst Sinn, wenn Geförderte einen Anreiz haben, am Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben.
Arbeitsmarkt im Wandel – Zwischen Konjunkturkrise, Transformation und demografischem Wandel
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Frankreich und Deutschland: Mehr Arbeitsvolumen bringt Wachstum
Frankreich holt nach Reformen bei der Aktivierung von Jüngeren und Älteren aus der Nicht-Erwerbstätigkeit im Vergleich zu Deutschland auf. In Frankreich wuchs das Arbeitsvolumen und das Bruttoinlandsprodukt legte deutlich stärker zu als hierzulande.
IW
Schatten-KI: Beschäftigte sind schneller als ihre Betriebe
Knapp drei von zehn Beschäftigten, die Künstliche Intelligenz (KI) beruflich nutzen, greifen dabei auf Tools zurück, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Diese „Schatten-KI“ ist ein Nachfragesignal.
IW