Nachdem die deutsche Volkswirtschaft seit dem Frühjahr 2020 durch die weltweite Corona-Pandemie getroffen wurde, wurde das Jahr 2022 durch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 belastet.
Fakten und Argumente zur Tarifrunde in der Papierverarbeitenden Industrie 2023
Studie im Auftrag des Hauptverbands Papier- und Kunststoffverarbeitung e.V.
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Nachdem die deutsche Volkswirtschaft seit dem Frühjahr 2020 durch die weltweite Corona-Pandemie getroffen wurde, wurde das Jahr 2022 durch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 belastet.
Auch in diesem Jahr werden die Energiepreiskrise, steigende Lebensmittelpreise, ein drohender Gasmangel und der Krieg in der Ukraine Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen treffen. Vor diesem Hintergrund droht im Jahr 2023 eine Rezession. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um ¾ Prozent.
Gemäß der IW-Verbandsumfrage zum Jahreswechsel 2022/2023 bewerten 39 von insgesamt 49 teilnehmenden Verbänden aus der Wirtschaft die Lage schlechter als vor einem Jahr. Während vor einem Jahr keiner der vom Institut der deutschen Wirtschaft befragten Verbände einen Geschäftsrückgang für 2022 erwartete, sind es in der aktuellen Befragung für das kommende Jahr 30 von 49 Verbänden. Dagegen ist die Anzahl der optimistischen Verbände von 39 auf 13 geschrumpft. Fünf Wirtschaftsverbände gehen davon aus, dass sich im Jahr 2023 das Vorjahresergebnis halten lässt. Nach Einschätzung der Verbände haben sich wichtige Belastungsfaktoren – die Gefahr einer Gasmangellage, Energie- und Rohstoffpreise, Materialengpässe – zuletzt zwar etwas entspannt. Zudem werden von staatlicher Seite gewaltige Volumina bewegt, um die Auswirkungen der Energiepreiskrise abzumildern (siehe Kapitel 7). Die geopolitische Lage hat sich jedoch keineswegs entspannt. Damit bleiben die globalen Produktions- und Zuliefernetzwerke unvermindert anfällig für Störungen. Das gilt besonders für die Energieversorgung im Winterhalbjahr 2023/2024. Aufgrund der geopolitischen Lage, der weltweiten Energie- und Rohstoffprobleme und der dadurch hohen Inflation haben sich zudem die Aussichten für die Weltkonjunktur eingetrübt. Des Weiteren geht der Energiepreisschock trotz der vielfältigen fiskalpolitischen Maßnahmen am privaten Konsum in Deutschland nicht spurlos vorbei (siehe Kapitel 3).
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung (SVR) stellt in seinem Jahresgutachten vom Herbst 2022 fest: „Die Energiekrise und die hohe Inflation belasten die Haushalte und die Unternehmen in Deutschland massiv. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung erwartet deshalb einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im kommenden Jahr um 0,2 Prozent. Dank des noch positiv verlaufenen ersten Halbjahres wird die deutsche Wirtschaft im Durchschnitt des aktuellen Jahres um 1,7 Prozent wachsen. Zudem habe sich die weltweite Konjunktur seit Beginn des Jahres 2022 deutlich abgeschwächt.
Im ersten Halbjahr 2022 erhielt die Konjunktur in Deutschland vor allem durch den nach Aufhebung der Corona-Einschränkungen steigenden Dienstleistungskonsum positive Impulse. Seit Jahresmitte belastet die hohe Inflation den Konsum. Gleichzeitig leidet die Produktion unter der Energiekrise sowie unter der sich abschwächenden Weltkonjunktur. Somit stagniert die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2022. Dank der positiven Entwicklung in der ersten Jahreshälfte dürfte sich im Jahresdurchschnitt nach Einschätzung des Sachverständigenrates ein Anstieg des BIP um 1,7 Prozent ergeben. Für das Winterhalbjahr 2022/2023 erwartet der Sachverständigenrat einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Deutschland. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2023 ist nach Einschätzung der Sachverständigen mit einem Wiederanziehen der Konjunktur zu rechnen. Im Jahresdurchschnitt ergibt sich nach der Prognose des SVR ein Rückgang des BIP um 0,2 Prozent gegenüber 2022.
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Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
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IW
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IW