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Gutachten 7. Februar 2017 Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Immobilien: Zuwanderung in die Großstädte und resultierende Wohnungsnachfrage

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen.

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Zuwanderung in die Großstädte und resultierende Wohnungsnachfrage
Gutachten 7. Februar 2017 Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer

Immobilien: Zuwanderung in die Großstädte und resultierende Wohnungsnachfrage

Gutachten für die d.i.i. Deutsche Invest Immobilien GmbH

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen.

Die kontinuierliche Zuwanderung aus dem In- und Ausland in die Großstädte hat die Nachfrage nach Wohnraum seit 2010 deutlich gesteigert. Insbesondere junge Menschen ziehen in die Großstädte um dort eine Ausbildung anzufangen oder einen Arbeitsplatz anzunehmen.

Die Bautätigkeit konnte mit dem Baubedarf in den letzten Jahren jedoch nicht Schritt halten. Im Vergleich zum Baubedarf wurden im Bundesdurchschnitt im Zeitraum 2011 bis 2015 nur rund 53 Prozent der benötigten Wohnungen gebaut. In den Großstädten lag die Quote oft nur bei 30 Prozent, in Berlin sogar nur bei 25 Prozent. Entsprechend sind die Preise und Mieten stark gestiegen.

Die vorliegende Studie ist aber noch einen Schritt weitergegangen und hat auf Basis von Daten des SOEP geprüft, welche Wohnungen auf Basis der Bevölkerungsveränderung typischerweise genutzt werden. Hierdurch kann der Baubedarf nach der Zahl der Räume in einer Wohnung differenziert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass der Wohnungsmangel am kleinsten bei großen Wohnungen ist, was in der Regel Ein- und Zweifamilienhäuser sind. Bundesweit gesehen wurden 97 Prozent der benötigten Wohnungen mit 5 und mehr Räumen gebaut, in den A-Städten liegt die Quote bei 39 Prozent. Besonders groß aber ist der Mangel an Wohnungen mit 2- oder 3 Räumen. Hier liegt die Quote in den A-Städten bei 26 bis 29 Prozent, in den B-Städten sogar darunter.

In den Großstädten fehlt Wohnraum

Jährliche Baubedarfe bis 2020 in den A-Städten

 

Um dem hohen Bedarf gerecht zu werden müssten bis 2020 in Deutschland pro Jahr rund 385.000 Wohnungen entstehen, allein in den A-Städten etwa 88.000 Wohnungen. Daher müssen alle Potenziale genutzt werden. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Bautätigkeit in den A-Städten das erforderliche Niveau an Baufertigstellungen erreichen wird. Daher werden zunehmend Menschen in das Umland abwandern, wovon insbesondere größere Städte profitieren können. Hierdurch ergeben sich sowohl für Investoren und Projektentwickler als auch für die Städte selbst neue Chancen.

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