Bündnis 90/Die Grünen und SPD fordern aber eine langfristige Sicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent. Nach bestehendem Rentenrecht würde der Beitragssatz dann sogar bis auf 25,2 Prozent steigen müssen, auch der Steuerzuschuss müsste stärker steigen. DIE LINKE fordert sogar ein Sicherungsniveau von 53 Prozent – damit würden noch höhere Lasten auf die Schultern künftiger Beitragszahler verschoben. Dabei bietet die Gesetzliche Rentenversicherung Stellschrauben, um die Balance zwischen den Generationen der Beitragszahler und Rentner besser zu justieren. Mit der Wiedereinführung des Nachholfaktors, einer moderat höheren Gewichtung des steigenden Rentnerquotienten sowie einer weiteren Anhebung der Regelaltersgrenze nach 2031 ließe sich der Beitragssatz ab 2040 bei 20,8 Prozent dauerhaft bremsen. Auch das Rentenniveau würde auf lange Sicht annähernd so hoch ausfallen wie in einer Welt ohne Reformen. Dass eine höhere Regelaltersgrenze möglich ist, zeigen zum Beispiel unsere dänischen und niederländischen Nachbarn.