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Externe Veröffentlichung 17. April 2026 Andrea Hammermann / Oliver Stettes im Wirtschaftsdienst Arbeitszeit, Produktivität, KI – wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann

Längere Arbeitszeiten können einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitskräfteangebots leisten, während Investitionen in technologischen und organisatorischen Fortschritt notwendig sind, um die Arbeitsproduktivität zu steigern.

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Arbeitszeit, Produktivität, KI – wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann
Externe Veröffentlichung 17. April 2026 Andrea Hammermann / Oliver Stettes im Wirtschaftsdienst

Arbeitszeit, Produktivität, KI – wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann

Andrea Hammermann / Oliver Stettes im Wirtschaftsdienst Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Längere Arbeitszeiten können einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitskräfteangebots leisten, während Investitionen in technologischen und organisatorischen Fortschritt notwendig sind, um die Arbeitsproduktivität zu steigern.

Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der Frage nach, wie sich das Arbeitskräfteangebot in Deutschland trotz des demografischen Wandels stabilisieren und der Wohlstand langfristig sichern lässt. Empirische Befunde legen nahe, dass KI und Humankapital in der Regel komplementär wirken und KI-Anwendungen menschliche Arbeit eher ergänzen als ersetzen. Entscheidend für den Erhalt des Wohlstands ist somit, beide Hebel – Arbeitszeit und Produktivität – gemeinsam zu nutzen.

Im Jahr 2024 belief sich das Arbeitsvolumen aller Erwerbstätigen in Deutschland laut Angaben der Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB, 2025) auf 61,36 Mrd. Stunden. Im Vergleich zum Jahr 1991 ist das Arbeitsvolumen damit um 1,6 % angestiegen (Abbildung 1). Heute stehen in Deutschland insgesamt mehr Arbeitsstunden zur Verfügung als zu Beginn der 1990er Jahre. Dies ist vor allem auf den deutlichen Anstieg der Erwerbstätigenzahlen in den letzten 20 Jahren zurückzuführen. Dazu beigetragen hat zum einen die gestiegene Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen und Älteren (Statistisches Bundesamt, 2026b; 2026c) und zum anderen die Netto-Zuwanderung nach Deutschland (Statistisches Bundesamt, 2025). Im gleichen Zeitraum ist die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf deutlich – um rund 14 % – gesunken, da Frauen und Ältere häufig in Teilzeit arbeiten. Ab dem zweiten Quartal 2025 lag die Teilzeitquote erstmalig über 40 % und hat sich damit seit Beginn der 1990er Jahre mehr als verdoppelt. Die Anzahl an Überstunden ist insgesamt rückläufig (IAB, 2025). Zur Beantwortung der Frage, ob heute mehr oder weniger gearbeitet wird als früher, braucht es also einen differenzierten Blick auf die Arbeitszeitstatistik.

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Externe Veröffentlichung 17. April 2026 Andrea Hammermann / Oliver Stettes im Wirtschaftsdienst

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Andrea Hammermann / Oliver Stettes im Wirtschaftsdienst Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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