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(© Foto: BernardaSv/iStock)
Ehrenamtliches Engagement Pressemitteilung Nr. 16 16. März 2017

Workshops für Flüchtlingshelfer

Rund 13.000 Flüchtlinge leben derzeit in Köln. Betreut werden sie häufig von engagierten Bürgern. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) unterstützt dieses bürgerschaftliche Engagement – unter anderem mit kostenlosen Workshops für die Helfer.

Für die Integration der Flüchtlinge ist wichtig, dass sie einen Job finden. Das belegen verschiedene Studien, auch aus dem IW Köln. Um das Thema aber nicht nur wissenschaftlich zu begleiten, haben IW-Wissenschaftler verschiedene Workshops für „Ehrenamtliche“ kostenlos angeboten. Ziel dabei: den Engagierten praktische Informationen an die Hand zu geben, damit sie Flüchtlinge besser unterstützen können. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie Flüchtlinge schnellstmöglich in den Arbeitsmarkt kommen.

Die IW-Experten klärten mit den rund 50 Teilnehmern zunächst Fragen rund um das Thema Bleiberecht. Das ist nicht zuletzt dafür entscheidend, ob und wie schnell Flüchtlinge ein Praktikum, eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz finden. Denn: Wenn unklar ist, wie lange Flüchtlinge bleiben, schaffen sie nur schwer den Sprung in ein Unternehmen. Eine Herausforderung für viele Betriebe ist zudem, ausländische Abschlüsse richtig einzuschätzen, denn häufig ist kaum etwas über das Bildungssystem des Herkunftslandes bekannt. Daher bot das BQ-Portal, das Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen, einen Workshop zu dieser Thematik am Beispiel von syrischen Bildungsabschlüssen an. Darüber hinaus hat sich ein dritter Workshop mit dem Projekt der „Willkommenslotsen“ beschäftigt. Zwei Lotsen aus Köln berichteten, wie sie Unternehmen in Fragen rund um die Integration von Flüchtlingen beraten, und wie sie Flüchtlingshelfer unterstützen können.

IW-Direktor Michael Hüther hob den Einsatz der Flüchtlingshelfer hervor: „Ohne bürgerschaftliches Engagement geht es nicht in unserer Gesellschaft. Dies gilt auch für die Integration von Flüchtlingen. Es kommt darauf an, das individuelle Potenzial der Menschen zu erkennen und die Chancen zu nutzen, die sich dadurch bieten“, sagte Hüther, der Vorsitzender der ersten Sachverständigenkommission für den Engagementbericht der Bundesregierung war.

Ausgerichtet wurden die Workshops vom „Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung“ (KOFA). Mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums hilft das KOFA seit 2011 kleinen und mittleren Unternehmen dabei, Fachkräfte anzuwerben.

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