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Wärmepumpen werden immer beliebter. (© Gettyimages)
Pressemitteilung 15. Juli 2026 Ralph Henger / Christian Oberst / Jan Büchel

Wärmepumpe: Erstmals beliebteste Heizungsart

Wärmepumpen setzen sich in deutschen Wohngebäuden immer stärker durch. Im Jahr 2025 baute die Mehrheit der Haushalte beim Heizungstausch eine Wärmepumpe ein, zeigt ein Gutachten unter Beteiligung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Sie punkten mit geringeren Betriebskosten – und mit einem Komfortvorteil im Sommer, sofern sie auch kühlen können.

Im Jahr 2025 war die Wärmepumpe erstmals die am häufigsten neu eingebaute Heizungsart und überholte damit die überwiegend fossil betriebenen Heizkessel. Deren Einbaurate ist binnen eines Jahres deutlich eingebrochen: Bei selbstnutzenden Eigentümerhaushalten sank sie von drei Prozent im Jahr 2024 auf 1,4 Prozent im Jahr 2025. Bei Wärmepumpen dagegen blieb die Einbaurate stabil und erreichte wieder knapp zwei Prozent – 2021 waren es noch 0,8 Prozent. Dennoch war 2025 kein gutes Jahr für den Heizungsmarkt: Die Austauschrate ging insgesamt deutlich von fünf Prozent im Jahr 2024 auf 3,4 Prozent im Jahr 2025 zurück. 

Das zeigt ein Report des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne auf Basis des „Wärme- & Wohnen-Panels". Dafür befragen Wissenschaftler vom IW, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem RWI seit 2021 jährlich rund 15.000 Haushalte.

Wärmepumpen-Haushalte heizen am günstigsten

Der wachsende Zuspruch hat auch finanzielle Gründe. Wer eine Wärmepumpe betreibt, zahlte 2025 mit 12,20 Euro je Quadratmeter Wohnfläche die niedrigsten Heizkosten. Gas kostete 16,20 Euro, Öl 17,10 Euro. Am teuersten heizten Haushalte mit Fernwärme – 20,90 Euro je Quadratmeter. Insgesamt sanken die spezifischen Heizkosten leicht von 17,70 auf 17,00 Euro. Bei Wärmepumpen fiel der Kostenrückgang mit 11,7 Prozent gleichwohl am stärksten aus, während die Fernwärme gegen den Trend um 2,5 Prozent zulegte.

Heizen im Winter, Kühlen im Sommer

Ein weiterer Vorteil dürfte die Nachfrage stützen: Die meisten Wärmepumpen können im Sommer auch kühlen und machen damit eine separate Klimaanlage überflüssig. Bei häufigeren Hitzewellen hilft die Technik den Haushalten so auch, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. 

„Die Wärmepumpe ist beim Heizungstausch zur ersten Wahl geworden – das ist eine echte Trendwende im Heizungskeller", sagt IW-Experte Ralph Henger. „Dafür gibt es gute Gründe: Wer mit einer Wärmepumpe heizt, zahlt derzeit die niedrigsten Heizkosten und bekommt im Sommer die Kühlung gleich dazu." Entscheidend sei nun, dass der Staat den wirtschaftlichen Vorteil der Wärmepumpe nicht allein über Zuschüsse absichert, sondern auch durch verlässliche Rahmenbedingungen bei CO₂-Preisen, Stromkosten und Gebäudevorgaben.
 

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Zentrale Ergebnisse aus dem Ariadne Wärme- & Wohnen-Panel 2025
Gutachten 15. Juli 2026 Jan Büchel / Ralph Henger / Christian Oberst et al

Fokusreport Wärme und Wohnen: Zentrale Ergebnisse aus dem Ariadne Wärme- & Wohnen-Panel 2025

Report des Ariadne Kopernikus-Projekts "Die Zukunft unserer Energie", gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Jan Büchel / Ralph Henger / Christian Oberst et al Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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