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Zeige Bild in Lightbox Germany's Manufacturing Sector Fears Consequences of Possible Russia Energy Sanctions
KREFELD, GERMANY - APRIL 21: Workers prepare to pour ductile iron casting molten iron into a mould at the Siempelkamp Giesserei foundry on April 21, 2022 in Krefeld, Germany. The Siempelkamp foundry is one of many companies in Germany's manufacturing sector that would be acutely affected by a halt of Russian energy imports, especially natural gas. The company, which makes parts including for applications in the renewable energies sector, is one of the few in Europe that can cast pieces up to 300 tons. A company spokesman said that a disruption to Germany's natural gas supply would bring much of the foundry's manufacturing ability to a halt. In addition Siempelkamp is already facing multifold price increases for its raw materials, including scrap iron, nickel, aluminum and other metals, due to the current EU sanctions against Russia. The German government is currently wrestling with how it can reduce Germany's heavy dependence on Russian energy imports in the wake of Russia's military invasion of Ukraine. (Photo by Sascha Schuermann/Getty Images) (© Foto: GettyImages)
Pressemitteilung 17. Juni 2022 Michael Grömling

Inflation: Zwei von fünf Unternehmen bleiben auf hohen Kosten sitzen

Der Krieg in der Ukraine und Corona-Lockdowns in China führen zu ungewöhnlich hohen Kosten- und Preisanstiegen bei deutschen Unternehmen. Zwei von fünf Unternehmen können die höheren Kosten kaum oder gar nicht an die Kunden weiterreichen, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Steigende Preise für Energie, Rohstoffe und Vorleistungen sowie perspektivisch höhere Arbeitskosten setzen Unternehmen in Deutschland derzeit stark unter Druck. Das bekommen auch Verbraucher zu spüren. Trotzdem können nicht alle Unternehmen höhere Produktionskosten an ihre Kunden weitergeben – das ist das Ergebnis der IW-Konjunkturumfrage, für die mehr als 2.000 Unternehmen im Juni befragt wurden. 

Höhere Kosten bei Industrieunternehmen

Endverbraucher spüren direkt den hohen Preisdruck über die hohen Energiekosten, aber auch indirekt über höhere Produktionskosten, unter denen die Unternehmen stark leiden: Bis zum Jahresende erwarten 95 Prozent der befragten Industriefirmen, dass sich höhere Energiekosten, teurere Rohstoffe und Vorleistungen auf ihre eigenen Preise auswirken. Rund zwei Drittel der Industrieunternehmen erhöhen deshalb die Preise für ihre Kunden in hohem oder mittlerem Ausmaß. Das verbleibende Drittel sieht hierfür nur geringe oder gar keine Möglichkeit. Besonders groß ist die Differenz im Baugewerbe: Neben steigenden Einkaufspreisen für Rohstoffe treiben die hohe Nachfrage und fehlende Fachkräfte hier Kosten in die Höhe, aber nur jedes zehnte Unternehmen im Baugewerbe kann diesen Kostenschock in hohem Ausmaß an die Kunden überwälzen.

Anders ist die Lage bei Dienstleistern: Sie brauchen nicht so viel Energie und Rohstoffe – die Kosten für sie haben sich also nicht so stark erhöht wie die der Industrie. Rund 40 Prozent geben die gestiegenen Kosten in hohem oder mittlerem Ausmaß weiter, rund die Hälfte in geringem Umfang. Acht Prozent können die höheren Kosten gar nicht weiterreichen.

Oft nur geringe Kostenweitergabe

„Wenn Unternehmen auf stark steigenden Produktionskosten sitzen bleiben, hat dies ernste langfristige Folgen“, sagt Studienautor und Konjunkturexperte Michael Grömling. „Den Unternehmen fehlen dann die notwendigen Eigenmittel für Investitionen, vor allem, um den anstehenden Strukturwandel zu gestalten. Der gegenwärtige Kostenschock darf keine Eigendynamik entwickeln – etwa über stark steigende Arbeitskosten.“
 

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Bleiben Unternehmen auf den hohen Kosten sitzen?
IW-Report Nr. 36 17. Juni 2022 Michael Grömling / Hubertus Bardt

Ergebnisse der IW-Konjunkturumfrage zur Preisentwicklung in Deutschland: Bleiben Unternehmen auf den hohen Kosten sitzen?

Michael Grömling / Hubertus Bardt Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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