Seit Jahren zählt ungefähr die Hälfte der Deutschen zur Mittelschicht – und daran hat sich auch im vergangenen Jahrzehnt wenig verändert. Weder die positive Konjunkturentwicklung 2006 und 2007 noch die schwere Krise 2008 und 2009 haben in nennenswertem Umfang an der Mitte der Gesellschaft gerüttelt, wie Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen.
Gesellschaft: Stabile Mitte
Von einer schrumpfenden Mittelschicht kann also keine Rede sein. Ein ständiges Aufreger-Thema ist die Angst vor einem sozialen Abstieg – begründet ist diese jedoch nicht: Lediglich rund 2 Prozent der Mitte, also rund 400.000 der etwa 20 Millionen Haushalte, steigen innerhalb eines Jahres in die relative Einkommensarmut ab. Diese Zahl hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten tendenziell nicht erhöht. Die Mehrheit der abgestiegenen Haushalte verbleibt zudem lediglich für ein Jahr in der untersten Einkommensgruppe – über die Hälfte der Absteiger schafft es, der Einkommensarmut innerhalb eines Jahres zu entkommen.
Vermögensverteilung in Deutschland und Europa
In Deutschland beträgt das durchschnittliche Vermögen der Haushalte mit rund 450.000 Euro mehr als in Frankreich, aber weniger als in Belgien oder Luxemburg. Im Vergleich zu den drei Nachbarstaaten ist das Vermögen in der Bundesrepublik allerdings ungleicher verteilt.
iwd
Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit
Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechne-risch zu einem erheblichen Teil durch eine Auswei-tung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.
IW