1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Corona-Krise: BIP um zehn Prozent geringer
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt / Michael Hüther Pressemitteilung 26. März 2020

Corona-Krise: BIP um zehn Prozent geringer

Die Corona-Pandemie ist zu einer massiven Bedrohung für die deutsche Wirtschaft geworden. Neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigen, wie sehr das Wirtschaftswachstum unter der Krise leiden könnte.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Fehlende Nachfrage, Lieferschwierigkeiten und Produktionsstopps: Das Coronavirus hat die deutsche Wirtschaft fest im Griff. Um die Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) abschätzen zu können, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Berechnungen für zwei mögliche Szenarien durchgeführt. Im glimpflichen Fall gilt der aktuelle Lockdown bis Ende April. Doch auch danach dauert es noch einige Wochen, bis sich die Industrie wieder eingependelt hat. Immerhin müssen gestörte Lieferketten wiederaufgebaut werden und europäische Nachbarländer finden ebenfalls nur langsam den Weg zurück in die Normalität. 

Zwei mögliche Szenarien

Unter diesen Annahmen wird das BIP dieses Jahres um rund fünf Prozent geringer ausfallen als ohne die Corona-Krise. Besonders die Industrie muss ein schwächeres Wachstum in Kauf nehmen – in dem beschriebenen Positivszenario beläuft sich ihr Minus auf rund zehn Prozent. Dauert der Lockdown allerdings bis Ende Juni, so wären die Folgen weitaus gravierender: In diesem Fall würde das BIP um zehn Prozent gegenüber einem normalen Jahresverlauf einbrechen. Die Industrie würde es mit einem Minus von 18 Prozent erneut stärker treffen. Bis zum Jahresende könnte die Krise in diesem Fall noch andauern. 

G20 müssen zusammenarbeiten

Bisher hat die Bundesregierung ein umfangreiches Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt. Doch sind die Hilfen für die Unternehmen oftmals mit Schulden verbunden, die zukünftig Investitionen verhindern. Deshalb sollten auch nicht rückzahlbare Finanzhilfen zur Verfügung stehen. Außerdem ist nun internationale Zusammenarbeit gefragt. „Es gibt im Moment keine gemeinsame Lösung oder eine Außenhandelsstrategie“, sagt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. „Die G20 müssen, wie bereits 2008, einen gemeinsamen Plan ausarbeiten. Nationale Alleingänge und Abschottung sind fehl am Platz.“

Inhaltselement mit der ID 7104

Weitere Studien und Beiträge zum Thema Corona

Download
25. März 2020

Hubertus Bardt / Michael Hüther: Corona stoppt die Volkswirtschaft von allen Seiten

IW-Kurzbericht

Download

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Metallpreise stagnieren – dank Kupfer
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 6. Juli 2021

IMP-Index: Metallpreise stagnieren – dank Kupfer

Der rasante Anstieg der Metallpreise für die Industrie hat sich im Juni nicht fortgesetzt, schreibt IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.

IW

Artikel lesen
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 8. Juni 2021

IMP-Index: Metallpreisindex eilt von Rekord zu Rekord

Engpässe und Preissteigerungen sind derzeit auf vielen Märkten zu beobachten. Angebotseinschränkungen durch Corona und Nachholprozesse auf der Nachfrageseite sind wesentliche Ursachen, schreibt IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag für die ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880