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(© Foto: skynesher/iStock)
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Christiane Konegen-Grenier Pressemitteilung Nr. 45 21. September 2017

Hochschulen: In der Lehre nur befriedigend

Deutsche Hochschulen forschen auf Weltniveau und sind international stark vernetzt – doch in der Lehre hinken sie hinterher. Das zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie. Bund und Länder müssen sich stärker vernetzen, um die Digitalisierung nicht zu verpassen.

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Die deutschen Hochschulen haben immer mehr Geld für die Forschung – vor allem dank der Exzellenzinitiative. Allein im Jahr 2013 waren es rund 14 Milliarden Euro, ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber 2005.

So gut es um die Forschung steht, so zahlreich sind die Probleme in der Lehre. Zwar sind auch hier die Mittel stark gestiegen, seit 2005 um 37 Prozent auf 18 Milliarden Euro. Doch für die weiter wachsende Zahl der Studierenden reicht das oft nicht – einige Fachbereiche haben immer weniger Geld pro Student zur Verfügung. Betroffen sind davon vor allem die Ingenieurwissenschaften mit einem Minus von 18,5 Prozent seit 2006 sowie die Naturwissenschaften mit minus 4,4 Prozent und die Medizin mit minus 2,5 Prozent. Parallel dazu hat sich auch das Betreuungsverhältnis verschlechtert, die Professoren und ihre Mitarbeiter müssen also immer mehr Studenten betreuen. „Es gibt ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen Forschung und Lehre“, sagt IW-Wissenschaftlerin Christiane Konegen-Grenier.

Vor allem mit Blick auf die Digitalisierung wird das zum Problem. „Den Unis und Fachhochschulen fehlen zum Teil die Mittel, um die Lehre digital zu machen und international konkurrenzfähig zu bleiben“, warnt Konegen-Grenier. Auch für dringend nötige Investitionen in die Gebäude, Hörsäle und Wohnheime fehle oft das Geld.

Um mithalten zu können, sollten sich nicht nur die Länder stärker vernetzen, auch der Bund muss die Hochschulen über das Jahr 2020 hinaus – wenn der Hochschulpakt ausläuft –stärker finanziell fördern. „Um die Lehre weiter verbessern zu können, sollte erneut über sozial verträgliche Studiengebühren nachgedacht werden“, sagt Konegen-Grenier. Nur so könnten Milliardenlücken vermieden und eine moderne Lehre aufgebaut werden.

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