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Das deutsche Stromsystem: Wird es effizienter, gehen die Preise nachhaltig nach unten. (© Foto: Sean Gallup / Getty Images)
Pressemitteilung 24. Mai 2025 Andreas Fischer / Thilo Schaefer

Strompreispaket: Vierköpfige Familie spart 220 Euro im Jahr

Die schwarz-rote Koalition möchte die Strompreise für Verbraucher und Unternehmen senken. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wer wie viel spart. Wie stark die Industrie entlastet wird, bleibt unklar.

Um mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde (kWh) wollen Union und SPD sowohl Verbraucher als auch Unternehmen entlasten; so steht es im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien. Die Stromsteuer soll runter auf das europäische Mindestmaß und Umlagen sollen reduziert werden. Setzen Merz und Co. diese Vorhaben in die Tat um, sparen Verbraucher rund 5,5 Cent pro kWh, wie neue IW-Berechnungen zeigen. Eine vierköpfige Familie mit einem typischen Jahresverbrauch von 4.000 kWh würde 220 Euro im Jahr sparen. 

Unklarheit bei Netzentgelten

Auch die Wirtschaft profitiert: Kleine und mittlere Gewerbeunternehmen sparen mit den Plänen der Regierung 4,6 Cent pro kWh ein, große Industrieunternehmen kommen auf rund 4,2 Cent. Neben der geringeren Stromsteuer und der Senkung der Umlagen möchte die Bundesregierung auch die Netzentgelte reduzieren. Auch das würde die Strompreise senken, aber wie und in welchem Umfang das passieren soll, lässt sich noch nicht sagen. Auch die Ausgestaltung des angekündigten Industriestrompreises für besonders energieintensive Unternehmen ist noch unklar. 

Kleines Pflaster für großes Problem

Grundsätzlich geht die neue Regierung mit dem Strompreispaket einen Schritt in die richtige Richtung. Eine Dauerlösung ist es jedoch nicht, denn: Letztlich verschiebt die Politik die Kosten nur von den Verbrauchern in den Bundeshaushalt — am Ende kommt also der Steuerzahler dafür auf. „Das deutsche Stromsystem muss dringend effizienter werden“, sagt Studienautor und Energieökonom Thilo Schaefer. „Wir brauchen mehr erneuerbare Energien, Speicher und regelbare Kraftwerke, aber auch das Ausbautempo muss zur Entwicklung der Nachfrage passen. Wenn das Zusammenspiel effizient gelingt und wir auf teure Lösungen wie Erdkabel wo immer möglich verzichten, gehen die Preise nachhaltig nach unten.“

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Kurzfristige Entlastung für Haushalte und KMU
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Andreas Fischer/ Thilo Schaefer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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