1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Familienpolitik: Es geht voran
Zeige Bild in Lightbox
Familien gelingt es viel besser, Kinder und Beruf zu vereinbaren. (© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Wido Geis-Thöne IW-Nachricht 14. September 2018

Familienpolitik: Es geht voran

In der Familienpolitik tut sich etwas: In den vergangenen Jahren ist es deutlich einfacher geworden, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Gleichzeitig gibt es aber noch viel zu tun, besonders bei der Förderung von Kindern.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Am 16. September feiert die Welt den „Tag der berufstätigen Eltern“. Dieser inoffizielle Feiertag ist ein Denkmal für all jene, die zwei Welten verbinden müssen: Sie betreuen und beaufsichtigen ihre Kinder zuhause, gehen aber gleichzeitig arbeiten. In diesem Jahr gibt es zum Aktionstag gute Nachrichten aus dem Familienleben der Deutschen: In den vergangenen Jahren ist es einfacher geworden, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Insgesamt sind Mütter mit Kindern unter 15 Jahren häufiger erwerbstätig als zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2016 arbeiteten gut 65 Prozent der Mütter – 2007 waren es gerade einmal 56 Prozent. 

Kritiker verweisen in diesem Zusammenhang oft darauf, dass der Fortschritt gar nicht so groß sei, schließlich arbeiteten immer noch viele Mütter lediglich in Teilzeit. Richtig ist: Im Jahr 2016 waren rund 70 Prozent aller Mütter mit Kindern unter 15 Jahren in Teilzeit beschäftigt, aber nur knapp sechs Prozent der Väter, zeigt eine IW-Studie. Richtig ist aber auch: Die Teilzeitquote bei Müttern ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Zum Vergleich: 2007 arbeiteten noch fast 73 Prozent dieser Mütter in Teilzeit. Unter alleinerziehenden Müttern ist die Teilzeitquote besonders niedrig.

Diese Zahlen zeigen, dass die Familienpolitik der vergangenen Jahrzehnte Früchte trägt, dazu gehört auch der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur. So haben Eltern beispielsweise seit fünf Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, besonders bei der Förderung von Kindern. Die Ergebnisse des PISA-Tests des Jahres 2015 zeigen beispielsweise, dass sich die Leistungen der Jugendlichen in Deutschland beim Lesen, in Mathematik und in anderen Naturwissenschaften kaum verbessern. Grundschüler haben im Vergleich zu den Vorjahren sogar wieder mehr Schwierigkeiten beim Lesen. Das liegt zwar vor allem daran, dass in den vergangenen Jahren viele Kinder mit ihren Eltern zugewandert sind und  die deutsche Sprache erst lernen müssen. Bund und Länder müssen dennoch sicherstellen, dass jedes Kind von der Kita an optimal gefördert wird, unabhängig von seiner Herkunft. 
 

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Parlamentarische Verfahrensakzeptanz im Licht individueller Problemwahrnehmung
Matthias Diermeier / Judith Niehues IW-Trends Nr. 3 15. September 2021

Parlamentarische Verfahrensakzeptanz im Licht individueller Problemwahrnehmung

Eine lebendige Demokratie lebt vom Ringen unterschiedlicher Anspruchsgruppen um die themenspezifische Meinungshoheit. Der institutionalisierte Prozess des Interessenausgleichs und des Anhörens gegenteiliger Standpunkte braucht jedoch Zeit. Die Akzeptanz eben ...

IW

Artikel lesen
Wido Geis-Thöne auf MDR Umschau Interview 14. September 2021

Mehr Zuwanderung als Chance für die mitteldeutsche Wirtschaft?

Deutschland überaltert. Besonders in Mitteldeutschland fehlen in Zukunft Fachkräfte. In den mitteldeutschen Ländern wäre der Bedarf an ausländischen Arbeitskräften besonders groß. Warum Deutschland die Zuwanderung von Arbeitskräften braucht , erläutert ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880