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Wido Geis-Thöne / Andrea Hammermann IW-Nachricht 10. Mai 2019

Beruf und Familie: Langsamer Wandel

In Deutschland gibt es immer mehr erwerbstätige Mütter. Das spricht zum einen für ein funktionierendes Elterngeld, zum anderen aber auch für einen gesellschaftlichen Wandel: Denn immer mehr Väter kümmern sich um die Kinder. Ein Überblick zum Muttertag.

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Beruf und Familie verändern sich kontinuierlich, wenn auch sehr langsam: So ist der Anteil der erwerbstätigen Mütter, die in Teilzeit arbeiten, von 70 Prozent im Jahr 2008 auf 68 Prozent im Jahr 2017 leicht zurückgegangen. Vor allem Mütter, deren Kinder im Kindergartenalter sind, nutzen die Möglichkeit. 

Veränderung gibt es auch bei der Beteiligung der Väter. So steigt der Anteil der Väter, die in Elternzeit gehen und Elterngeld beziehen, seit Jahren kontinuierlich. Waren es 2008 lediglich rund 19 Prozent, verzeichnete das Statistische Bundesamt im Jahr 2015 fast 37 Prozent.

Viele nutzen darüber hinaus Homeoffice, um Familie und Beruf besser zu vereinen. Aktuelle Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Mütter nur unwesentlich häufiger als Frauen ohne Kind den Heimarbeitsplatz nutzen. Lediglich elf Prozent der Erwerbstätigen arbeiten gelegentlich im Homeoffice, mit Kind sind es 13 Prozent. IW-Arbeitsexpertin Andrea Hammermann rät, im Homeoffice für ausreichend Ruhe zu sorgen: „Arbeiten und gleichzeitig Kinder betreuen funktioniert meist nicht“, sagt Hammermann. „Dieses Multitasking können Eltern gar nicht leisten, und es löst bei den Betroffenen Stress aus. “

Im europäischen Vergleich nutzen deutsche Eltern das Homeoffice vergleichsweise selten, was auch an den vielen ortsgebundenen Tätigkeiten, wie etwa der Fertigung liegt. In den Niederlanden arbeiten 38 Prozent aller Erwerbstätigen auch zuhause. Das Schlusslicht bilden die Rumänen: Nur 0,6 Prozent tauschen das Büro gegen die eigenen vier Wände ein.

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