1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Vorschlag auf Kosten der Zukunft
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Krankenversicherung IW-Nachricht 11. April 2011

Vorschlag auf Kosten der Zukunft

Ginge es nach dem SPD-Präsidium, dann wird der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung künftig auch auf Entgelte jenseits der Beitragsbemessungsgrenze fällig. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist dies jedoch der falsche Ansatz.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Wenn Unternehmen Beiträge auch auf Entgeltbestandteile jenseits der Bemessungsgrenze entrichten müssen, werden sie nach SPD-Angaben nicht nur um 4,5 Milliarden Euro belastet. Diese zusätzlichen Lohnnebenkosten fallen auch noch ausgerechnet bei hochqualifizierten Arbeitskräften mit überdurchschnittlichen Entgelten an. Angesichts des Fachkräftemangels ist dies das falsche Signal auf einem zunehmend freizügigen europäischen Arbeitsmarkt.

Vor allem kapitalintensiv produzierende Unternehmen sollen mit der Lohnsummensteuer verstärkt zur Finanzierung herangezogen werden. Das ist weder sachlich zu begründen noch ökonomisch sinnvoll. Ob kapital- oder personalintensive Produktion, unterm Strich müssen die Arbeitskräfte mit ihrer Wertschöpfung sämtliche Arbeitskosten erwirtschaften.

Am Ende hilft es der gesetzlichen Krankenversicherung nicht, mehr Mittel ins System zu pumpen. Mit dem Festhalten an der lohnsteuerähnlichen Beitragsfinanzierung werden die grundlegenden Probleme nicht behoben. Im Gegenteil, mit dem SPD-Vorschlag soll die private Krankenversicherung einkassiert werden – der einzige Bereich, in dem die Versicherten mit ihrer kapitalgedeckten Vorsorge nachfolgende Generationen entlasten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Die Rechnung geht nicht auf
Jochen Pimpertz IW-Nachricht 29. Juni 2022

Höhere Krankenkassenbeiträge: Die Rechnung geht nicht auf

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt an, die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im nächsten Jahr um 0,3 Prozentpunkte anzuheben. Doch das wird kaum ausreichen, selbst wenn der Bundeszuschuss – wie angekündigt – um zwei ...

IW

Artikel lesen
Jochen Pimpertz IW-Report Nr. 37 20. Juni 2022

Mindestrücklage anheben, Beitragszahler nicht überfordern

In der gesetzlichen Rentenversicherung sollen saisonale Schwankungen der monatlichen Beitragseinnahmen über die Nachhaltigkeitsreserve ausgeglichen werden. Die wird aber bis zum Jahr 2026 auf die Mindestrücklage von 20 Prozent einer Monatsausgabe sinken.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880