Gute Nachrichten zum Weltfrauentag: Fast drei von vier Frauen in Deutschland gehen einer bezahlten Arbeit nach – mehr als in Frankreich und fast so viele wie in Skandinavien.
Weltfrauentag: Warum die Erwerbstätigkeit von Frauen eine Erfolgsgeschichte ist
Am 8. März ist Weltfrauentag – und Deutschland kann eine positive Bilanz vorweisen: Arbeitskräfte sind immer häufiger weiblich. Knapp drei von vier Frauen im erwerbsfähigen Alter gehen einer bezahlten Tätigkeit nach, vor 20 Jahren waren es noch weniger als sechs von zehn. Das ist ein beschäftigungspolitischer Erfolg, der sich im internationalen Vergleich sehen lassen kann.
Im Jahr 2024 waren laut Mikrozensus knapp 74 Prozent der Frauen in der Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote hat damit seit 2005 um rund 14 Prozentpunkte zugelegt. Dieser Anstieg ist deutlich ausgeprägter als in den meisten anderen OECD-Ländern, auch innerhalb der EU.
Deutschland lässt Frankreich hinter sich
Der Fortschritt ist auch im europäischen Vergleich beeindruckend – gerade mit Ländern, die als Vorreiter in Gleichstellungsfragen gelten. So lag Deutschland bei der Frauenerwerbstätigkeit im Jahr 2005 mit Frankreich noch gleichauf. Zwei Jahrzehnte später liegt die Quote in Frankreich rund acht Prozentpunkte hinter Deutschland zurück. Den seinerzeit großen Abstand zu Schweden und Dänemark von zehn beziehungsweise zwölf Prozentpunkten hat Deutschland nahezu geschlossen. Lediglich die Niederlande konnten ihren Vorsprung halten.
Unterschiede zu Männern bleiben bestehen
Die Entwicklung der Erwerbstätigenquote belegt auch: Frauen haben am Arbeitsmarkt gegenüber Männern aufgeholt. Das bedeutet aber noch nicht, dass keine Unterschiede mehr existieren. Dazu sind die Berufsbiografien noch zu unterschiedlich. Das gilt zum Beispiel für die Frage der Berufswahl ebenso wie für die Frage, wer zugunsten von privater Sorgearbeit beruflich zurücktritt.

Frankreich und Deutschland: Mehr Arbeitsvolumen bringt Wachstum
Frankreich holt nach Reformen bei der Aktivierung von Jüngeren und Älteren aus der Nicht-Erwerbstätigkeit im Vergleich zu Deutschland auf. In Frankreich wuchs das Arbeitsvolumen und das Bruttoinlandsprodukt legte deutlich stärker zu als hierzulande.
IW
Schatten-KI: Beschäftigte sind schneller als ihre Betriebe
Knapp drei von zehn Beschäftigten, die Künstliche Intelligenz (KI) beruflich nutzen, greifen dabei auf Tools zurück, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Diese „Schatten-KI“ ist ein Nachfragesignal.
IW