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Luftfahrtindustrie IW-Nachricht 7. Juni 2010

Krise. Welche Krise?

Am heutigen Dienstag eröffnet in Berlin die Internationale Luftfahrtausstellung ILA, die im zweijährigen Turnus stattfindet. Das Branchentreffen mit über 1.150 Ausstellern aus 47 Ländern ist vor allem für die Zulieferindustrie ein Muss.

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Allerdings dürfte auch der europäische Branchenprimus EADS-Airbus eine Reihe hochkarätiger Aufträge erhalten, unter anderem für sein Flaggschiff A380. Die deutschen Luft- und Raumfahrzeugbauer haben von der Wirtschaftskrise ohnehin wenig gespürt – ihre Umsätze wuchsen 2009 zweistellig. In Berlin geben sich nicht nur die deutschen und europäischen Hersteller von Luftfahrzeugen ein Stelldichein. Auch die großen Produzenten aus Übersee sind vertreten. In diesem Jahr nimmt anders als 2008 sogar der amerikanische Branchenriese Boeing teil. Immer wichtiger werden die asiatischen Hersteller, während Russland vor allem bei Teilen aus dem hochfesten Metall Titan punktet.

EADS und die übrigen „Europäer“ wie der Triebwerkshersteller MTU profitieren momentan vom schwachen Euro, da Flugzeuge und –teile traditionell in Dollar abgerechnet werden. Aber schon 2009 war trotz des damals noch schwachen Dollar für die heimische Branche ein gutes Geschäftsjahr. Die deutsche Luft- und Raumfahrzeugindustrie hat 2009 beim Umsatz um 16 Prozent auf 18 Milliarden Euro zugelegt. Die Exporte wuchsen um 12,3 Prozent, der Inlandsabsatz um 48 Prozent. In den kommenden Jahren könnten allerdings Einsparungen in den Verteidigungsetats zu Belastungen führen.

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