1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Wo Deutschland wächst, wo es schrumpft
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Bevölkerungsentwicklung IW-Nachricht 28. März 2014

Wo Deutschland wächst, wo es schrumpft

Von 2000 bis 2011 hat sich der Bevölkerungsanteil in den 14 größten deutschen Städten von 15,5 auf 16,4 Prozent erhöht. Für 2030 prognostiziert das IW Köln, dass sogar bis zu 18,8 Prozent der Bevölkerung in den 14 größten Städten leben werden. Wie genau sich die Bevölkerung bis dahin in allen 402 Landkreisen und kreisfreien Städten entwickeln wird, hat das IW Köln in einer interaktiven Karte zusammengestellt.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Denn nicht nur in den größten Städten sind deutliche Veränderungen absehbar. Auch kleinere Universitäts- und Fachhochschulstädte entwickeln sich laut IW-Prognose positiv: Während es im Jahr 2000 nur 315.000 Studienanfänger gab, waren es 2012 bereits eine halbe Million. Viele von ihnen, so die IW-Forscher, werden nach dem Studium am Studienort bleiben oder in andere Großstädte ziehen, statt in die „Provinz“ zurückzukehren.

Die Zuwanderung aus dem Ausland, die sich ebenfalls auf größere Städte fokussiert, und die Konzentration vieler Firmen auf Ballungszentren tun ein Übriges, um die Bevölkerungsstruktur deutschlandweit nachhaltig zu verändern.

Für einige Regionen bedeutet das im Umkehrschluss, dass sie sich auf deutlich sinkende Einwohnerzahlen einstellen müssen. Die peripheren ostdeutschen Regionen schrumpfen dabei laut IW-Studie am stärksten. Allen voran der sachsen-anhaltinische Kreis Mansfeld/Südharz und der Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg, die jeweils 28 Prozent an Bevölkerung einbüßen, im thüringischen Greiz sind es voraussichtlich 26 Prozent.

Doch auch in Süddeutschland gibt es Bevölkerungs-Verlierer: In Bayern muss der Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge bis 2030 mit einem Verlust von rund 20 Prozent seiner Einwohner rechnen und in Baden-Württemberg wird der Kreis Freudenstadt mit über 11 Prozent Rückgang die ungünstigste Entwicklung aufweisen.

Die Menschen ziehen in die Städte

Veränderung der Bevölkerungszahl von 2012 bis 2030 unter der Annahme einer weiterhin positiven Zuwanderung

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat verschiedene Szenarien der demografischen Entwicklung in den Regionen errechnet, die unterschiedlich viele Zuwanderer pro Jahr zugrunde legen. Ein Szenario geht davon aus, dass die Zuwanderung so hoch bleibt wie in den vergangenen Jahren. Ein anderes setzt voraus, dass die Zuwanderung in manchen Jahren wieder auf ein niedrigeres Niveau sinkt. Die interaktive Karte bildet einen Mittelwert dieser beiden Szenarien ab. Die Szenarien berücksichtigen jedoch einen Faktor nicht: In den am stärksten wachsenden Städten wie Münster könnte der Wohnungsmangel dazu führen, dass Menschen ins Umland ausweichen und deshalb der Bevölkerungsanstieg weniger stark ausfällt.

Diese Karte können Sie kostenlos auf Ihrer Website einbetten. Schicken Sie eine Mail an onlineredaktion@iwkoeln.de

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Zur Fachkräftesicherung braucht die Migrationspolitik drei Säulen
Wido Geis-Thöne IW-Kurzbericht Nr. 89 30. November 2021

Zur Fachkräftesicherung braucht die Migrationspolitik drei Säulen

Mit dem sukzessiven Ausscheiden der besonders geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt verändert sich die Bedeutung der erwerbsorientierten Zuwanderung für Deutschland sehr stark. Trug sie bisher vorwiegend dazu bei, Engpässe am ...

IW

Artikel lesen
Helen Hickmann/ Anika Jansen / Sarah Pierenkemper / Dirk Werner Gutachten 24. November 2021

Ohne sie geht nichts mehr: Welchen Beitrag leisten Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräftebedarfe in Fachkraftberufen in Deutschland?

Deutschland befindet sich in der Anfangsphase eines rasant zunehmenden demografischen Wandels. Bis 2035 wird die Zahl an Personen über 67 Jahre um 22 Prozent steigen, Fachkräfte werden damit zunehmend knapp.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880