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IW-Nachricht 19. März 2020 Klaus-Heiner Röhl

Corona-Krise: Große Gefahr für kleine Unternehmen

Unter der Corona-Krise leiden aktuell zahlreiche kleine Unternehmer und Selbstständige. Wollen sie versprochene Hilfen beantragen, müssen sie sich auf lange Wartezeiten einstellen – und das kann existenzbedrohend sein.

Die Folgen der Corona-Krise treffen besonders kleine und mittlere Unternehmen mit aller Härte. Viele Gastronomen und Händler bangen jetzt um ihre Existenz: Die Umsätze bleiben aus, Fixkosten wie Miete und Versicherungen müssen aber weiterhin gezahlt werden. Bundesweit gibt es in Deutschland etwa vier Millionen kleine Unternehmer und Selbstständige, die meisten von ihnen arbeiten im Handel oder bieten Dienstleistungen an.

Kein großes Polster

Für kleine Unternehmen und Selbstständige ist die Corona-Krise besonders gefährlich: Sie haben meist nicht genug finanzielle Rücklagen, um einen wochenlangen Shutdown zu überstehen. Es drohen also Insolvenzen – zumindest, wenn die Unternehmen nicht schnell genug die versprochenen Hilfe erhalten, also beispielsweise zügiges, unbürokratisches Kurzarbeitergeld und schnelle Kredite über die staatliche Förderbank KfW.

Lange Wartezeiten

Das Problem dabei: Kleinunternehmer haben meist keine privilegierten Kontakte zu Banken und Politik – entsprechend lange dauert es voraussichtlich, bis ihre Anträge bearbeitet sind. Sobald es einen Ansturm auf Liquiditätshilfen gibt, müssen zuerst vor allem diejenigen zum Zug kommen, deren Geschäft auf Kontakt mit vielen Kunden basiert, beispielsweise Restaurantbetreiber oder Besitzer von Reisebüros. Banken und Sparkassen müssen sofort Hotlines für Geschäftskunden einrichten, um die Weitergabe der staatlichen Liquiditätshilfen sicherzustellen, denn viele Bankfilialen sind wegen der Corona-Krise derzeit geschlossen und die Berater nur schwer erreichbar.

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