1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Kein Drama
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hartz IV IW-Nachricht 28. Dezember 2011

Kein Drama

Die Arbeitsagentur meldet, immer mehr Menschen, die ihren Job verlieren, würden sofort in Hartz IV rutschen. Zum einen sind die Zahlen – anders als es Pressemeldungen suggerieren – nur leicht angestiegen. Zum anderen muss berücksichtigt werden, dass es heutzutage auch mehr Geringqualifizierte gibt, die einen Job bekommen und von daher letztlich auch arbeitslos werden können.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Tatsache ist, dass es in den vergangenen Jahren gelungen ist, vielen Hartz-IV-Beziehern – häufig Geringqualifizierten - eine Stelle zu besorgen. Und nur wer einen Job hat, kann überhaupt erst arbeitslos werden. An einem schlechteren Schutz durch die Arbeitslosenversicherung liegt es jedenfalls nicht, dass mehr Menschen, wenn sie arbeitslos werden, nicht Arbeitslosengeld I, sondern das niedrigere ALG II beziehen. Denn die Rahmenbedingungen für den Anspruch auf ALG I haben sich im fraglichen Zeitraum nicht geändert.

Werden beide Seiten der Medaille betrachtet, fällt die Bilanz eindeutig positiv aus: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die einen neuen, regulären Job finden, ist nicht nur größer. Sie nimmt auch stärker zu als die Zahl der Arbeitnehmer, die ihre Stelle verlieren und auf Hartz IV angewiesen sind. So bekamen 667.000 Arbeitnehmer, die zwischen Januar und November 2011 ihren Job verloren, anschließend Hartz IV. Gleichzeitig haben allerdings 855.000 Hartz-IV-Empfänger einen Job gefunden. Und auch die Zahl derjenigen Arbeitslosen ist deutlich rückläufig, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld I abgelaufen ist und ins Arbeitslosengeld II wechseln müssen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Es wird nicht ohne längere Arbeitszeit gehen
Jochen Pimpertz IW-Nachricht 3. November 2021

Rentenerhöhung: Es wird nicht ohne längere Arbeitszeit gehen

2022 sollen die gesetzlichen Renten um mehr als fünf Prozent steigen. Was viele Rentner freut, belastet die Beitragszahler zusätzlich – und schafft künftig Probleme bei der Finanzierung, die jetzt gelöst werden müssen, um kommende Generation nicht zu ...

IW

Artikel lesen
Jochen Pimpertz IW-Policy Paper Nr. 24 30. September 2021

Gesetzliche Krankenversicherung nach der Wahl

Ein überproportional starkes Wachstum der Pro-Kopf-Ausgaben prägt die gesetzliche Krankenversicherung. Mit der Alterung der geburtenstarken Jahrgänge wird sich dieser Trend noch verstärken. Steigende Finanzierungserfordernisse werden aber in dem ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880