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BERLIN, GERMANY - JANUARY 12: An Agentur für Arbeit sign is seen on January 12, 2022 in Berlin, Germany. (Photo by Jeremy Moeller/Getty Images) (© Getty Images)
IW-Nachricht 29. August 2025 Holger Schäfer

Drei Millionen Arbeitslose: „Zustände wie vor zwanzig Jahren sind nicht zu befürchten“

Das erste Mal seit zehn Jahren sind wieder mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Drei Jahre Wirtschaftskrise gehen nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorbei. Verhältnisse wie in den 2000ern werden dennoch nicht zurückkehren.

Das dritte Jahr der wirtschaftlichen Stagnation oder gar Rezession hinterlässt immer deutlichere Spuren am Arbeitsmarkt. Während Betriebe lange Zeit Beschäftigung hielten, passen sie ihre Personalplanung jetzt immer mehr nach unten an. Große Industrieunternehmen, die früher Garant für Jobs und Wachstum waren, streichen Stellen. 

Viele fürchten jetzt Verhältnisse wie im Jahr 2005: Damals waren zeitweise über fünf Millionen Menschen ohne Job, der verkrustete Arbeitsmarkt lähmte die gesamte Wirtschaft. Erst die Hartz-Reformen haben es geschafft, diese Strukturen aufzubrechen und den Weg zu neuem Wachstum zu ebnen. Noch heute profitieren wir davon. Aus diesem Grund müssen wir auch nicht befürchten, dass die Verhältnisse der frühen 2000er zurückkehren. Zumal heute die lahmende Konjunktur der Grund für die Probleme ist, nicht die allgemeine Arbeitsmarktverfassung.  

Perspektivisch wird ein anderes Problem dringender: Allein in der laufenden Legislaturperiode erreichen rund zwei Millionen Menschen mehr das Rentenalter als in das Erwerbsalter nachrücken. Diese Lücke lässt sich kaum schließen. Das bestimmende Thema in den nächsten Jahren wird daher vor allem der Arbeitskräftemangel sein.  

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