1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Arbeitsmarkt: Fast 700.000 weniger Erwerbstätige als vor einem Jahr
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Holger Schäfer IW-Nachricht 18. August 2020

Arbeitsmarkt: Fast 700.000 weniger Erwerbstätige als vor einem Jahr

Der Arbeitsmarkt leidet weiter unter der Corona-Krise, meldet das Statistische Bundesamt. Unternehmen würden sich mit Neueinstellungen leichter tun, wenn es weniger Hürden gäbe – beispielsweise könnten die Regeln für befristete Jobs vorübergehend gelockert werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Seit der Wiedervereinigung ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland noch nie so stark geschrumpft wie derzeit: Im zweiten Quartal hatten bundesweit 600.000 Menschen weniger einen Job. Am aktuellen Rand sieht es noch schlechter aus: Im Juni waren vor allem wegen der Corona-Krise fast 700.000 Personen weniger erwerbstätig als im Vorjahr.

Viele Selbstständige ohne Jobs

Zwar federt die Kurzarbeit einen großen Teil der Krisenfolgen ab: Die Zahl der geleisteten Stunden schrumpfte um fast neun Prozent, die Zahl Erwerbstätigen sank dagegen nur um 1,3 Prozent. Dennoch gingen viele Jobs verloren, insbesondere für geringfügig Beschäftigte und Selbstständige. Weil diese oft keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, melden sich viele von ihnen auch nicht arbeitslos.

Hürden bei Neueinstellungen senken

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten: Frühindikatoren signalisieren, dass es mit der Konjunktur wieder aufwärts geht. Der Arbeitsmarkt reagiert allgemein mit Verzögerung auf solche Veränderungen. Bis die konjunkturelle Belebung wieder zu mehr Einstellungen führt, kann es deshalb noch eine Weile dauern.

Jetzt müssten die Hürden gesenkt werden, die Betriebe bei Neueinstellungen überwinden müssen. Das größte Problem ist die Unsicherheit: Unternehmen sind sich nicht sicher, ob sie neu eingestellte Mitarbeiter auf Dauer beschäftigen können. Damit ihnen die Entscheidung leichter fällt, könnte zum Beispiel für einen begrenzten Zeitraum die Befristung von Beschäftigungsverhältnissen weniger stark reguliert werden – das könnte den Arbeitsmarkt weiter entspannen.
 

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Inklusion ist eine Win-Win-Situation
Christiane Flüter-Hoffmann / Andrea Kurtenacker / Jörg Schmidt Pressemitteilung 24. November 2021

Inklusion ist eine Win-Win-Situation

Die Anzahl der Beschäftigten mit Beeinträchtigungen hat in den Jahren 2014 bis 2018 leicht zugenommen. Dennoch schlummert bei der Inklusion noch Potenzial für den Arbeitsmarkt. Warum sich Inklusion lohnt und wie Arbeitgeber diese fördern können, zeigt eine ...

IW

Artikel lesen
Oliver Stettes / Klaus-Heiner Röhl / Holger Schäfer / Dirk Werner IW-Report Nr. 42 17. November 2021

Datenlage – Bereich Arbeit – Wirtschaft: Stellungnahme – Fachgespräch des Parlamentarischen Begleitgremiums Covid-19- Pandemie

Die Datenlage zur Entwicklung der Verschuldungssituation infolge der Covid-19-Pandemie ist bislang lückenhaft. Die vorliegenden Datenpunkte und weitere Evidenz weisen jedoch trotz des schwerwiegenden Wirtschaftseinbruchs und der Folgen der Lockdowns auf ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880