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Christiane Flüter-Hoffmann / Andrea Kurtenacker / Jörg Schmidt IW-Nachricht 3. Dezember 2021

Tag der Menschen mit Behinderungen: Brücken bauen und Barrieren beseitigen

Zwar ist mehr als die Hälfte der Menschen mit einer Schwerbehinderung erwerbstätig, aber es gibt noch ungenutztes Potenzial. Viele arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung sind gut qualifiziert. Zentral bleibt die Frage, wie mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt möglich wird.

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Der internationale Tag der Menschen mit Behinderungen rückt zentrale Belange von Menschen mit Behinderungen ins Blickfeld von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen besser am Arbeitsmarkt integriert werden können.

Coronapandemie dämpft Jobchancen

Im vergangenen Jahrzehnt haben Menschen mit einer Schwerbehinderung von der konjunkturellen Lage und der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt profitiert. Die Arbeitslosenzahlen gingen kontinuierlich zurück. Gab es im Jahr 2011 noch mehr als 180.000 arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung, waren es 2019 nur noch knapp 155.000. 

Allerdings stiegen Anzahl und Quote der arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung im ersten Jahr der Corona-Pandemie wieder an: Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren knapp 170.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos, also 15.000 mehr als im Vorjahr. Dennoch hat sich die Corona-Pandemie im Jahr 2020 nicht so stark auf die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Schwerbehinderung ausgewirkt wie auf Personen ohne Schwerbehinderung. 

56 Prozent mit Berufs- oder Hochschulabschluss

Gleichzeitig sind arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung tendenziell etwas besser qualifiziert als andere Arbeitslose. Im Jahresdurchschnitt 2020 hatten 56 Prozent der arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung einen Berufs- oder Hochschulabschluss – bei den Arbeitslosen ohne eine Schwerbehinderung waren es nur 46 Prozent. 

Eine aktuelle IW-Studie auf Basis von Daten der Haushaltsbefragung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) konnte für das Jahr 2018 zeigen, dass sich ein Teil der nicht erwerbstätigen Personen eine Beschäftigung in Zukunft vorstellen können: Mehr als die Hälfte der Nichterwerbstätigen mit einer leichteren Behinderung oder Erwerbsminderung von zehn bis 40 Prozent und knapp ein Viertel der Menschen mit einer Schwerbehinderung oder einer stärkeren Erwerbsminderung schließen eine Beschäftigung in Zukunft nicht vollständig aus. In Zeiten von Fachkräfteengpässen ergeben sich dadurch wichtige Potenziale für die Wirtschaft. Mit den entsprechenden Rahmenbedingungen wie einem unterstützenden Betriebsklima und behinderungsgerecht gestalteten Arbeitsplätzen können wichtige Voraussetzungen geschaffen werden, um die berufliche Teilhabe zu stärken. Auch das Portal REHADAT liefert wertvolle Unterstützung für Arbeitgeber und bietet Informationen zu Fördermöglichkeiten, Praxisbeispielen oder Ansprechpartnern zur Gestaltung der Inklusion am Arbeitsplatz.

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Erwerbsbeteiligung, Beschäftigungsstrukturen und persönliche Einschätzungen
Christiane Flüter-Hoffmann / Andrea Kurtenacker / Jörg Schmidt IW-Analyse Nr. 147 22. November 2021

Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt: Erwerbsbeteiligung, Beschäftigungsstrukturen und persönliche Einschätzungen

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