Jedes vierte Unternehmen, das Akademiker beschäftigt, hat mittlerweile auch Bachelorabsolventen eingestellt – oft auf ähnlichen Positionen wie Master- und Diplomabsolventen. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Hochschul-Informations-System GmbH, des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
Berufseinstieg gelungen
Befragt wurden rund 10.000 Bachelor- und Diplomstudenten, 4.500 Bachelorabsolventen und 1.500 Unternehmen. Ein erfreuliches Ergebnis: Zwei Drittel der Betriebe machen beim Einstiegsgehalt keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Abschlüssen. Für die Karriere zählt demnach die Bewährung in der Praxis, nicht der Titel.
Die Bachelorstudenten sind generell genauso zufrieden mit ihrem Studium wie die Diplomanwärter. Allerdings hängt mehr als die Hälfte noch ein Masterstudium hintendran – nicht zuletzt, weil manche Zweifel haben, „nur“ mit einem Bachelor einen guten Job zu finden. Zu Unrecht, meinen dagegen die Unternehmen – die große Mehrheit traut beiden Absolventen die gleichen Karrieremöglichkeiten zu. Erste Chefposten konnten die Bachelors bereits besetzen.
Kolja Briedis / Christoph Heine / Christiane Konegen-Grenier / Ann-Katrin SchröderMit dem Bachelor in den Beruf – Arbeitsmarktbefähigung und -akzeptanz von Bachelorstudierenden und -absolventen
Typische Männer- und Frauenberufe
Ob in der Ausbildung oder im Studium – Frauen und Männer entscheiden sich jeweils nach wie vor häufig für bestimmte Berufe. Maßnahmen, um die Geschlechterklischees bereits in der Schule aufzubrechen, sind auch aus wirtschaftlicher Perspektive begrüßenswert.
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MINT-Lücke schrumpft konjunkturell bedingt
Die MINT-Lücke wird zwar kleiner, aber es gibt trotzdem erhebliche Engpässe in den MINT-Berufen, auch weil die geburtenstarken Jahrgänge mit hohen technischen Berufsausbildungen jetzt nach und nach aus dem Berufsleben ausscheiden, sagt IW-Bildungsexperte Axel Plünnecke im Interview mit dem Deutschlandfunk.
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