1. Home
  2. Presse
  3. Was ein neuer Lockdown für unsere Wirtschaft bedeutet
Zeige Bild in Lightbox
IW-Direktor Michael Hüther
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Michael Hüther im FOCUS Online Interview 2. Dezember 2021

Was ein neuer Lockdown für unsere Wirtschaft bedeutet

Deutschland steckt in der Falle: Während sich die Politik noch entwirren muss, steigen die Corona-Infektionen fast täglich auf Rekorde. Epidemiologen rufen lautstark nach dem Lockdown. Würde die Wirtschaft ein drittes Herunterfahren überstehen? FOCUS Online hat unter anderen bei IW-Direktor Michael Hüther nachgefragt.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Wie schlimm würde ein neuer Lockdown die Wirtschaft treffen?

Das hängt von der Schärfe und der Dauer des Lockdowns ab. Aber selbst ein Lockdown nur für Ungeimpfte wird sich im Einzelhandel, im Kulturbereich und bei Dienstleistungen auswirken. Die 3G-Regeln im Unternehmen führen zu erheblichen Aufwendungen, die Homeoffice-Pflicht hat das Risiko einer Spaltung der Belegschaften in sich und schützt überdies die Ungeimpften, weil anders als in Italien im Homeoffice kein 3G-Nachweis erforderlich ist.

Lässt sich dieser Verlust beziffern, und wie lange würde es dauern, bis die Konjunktur die Lücke wieder schließt?

Solange die Produktion nicht behindert wird, sollte es mit einer Stagnation im vierten Quartal (genau -0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal) glimpflich sein. Im Vergleich zu einer stetigen Entwicklung mit 0,5 Prozent ergibt sich ein BIP-Verlust in diesem Quartal von 5 Mrd. Euro. Das bleibt kurzfristig also überschaubar.

Hätte ein neuer Lockdown, ökonomisch betrachtet, auch positive Aspekte, etwa eine Entspannung der Lieferketten oder weniger Inflationsdruck?

Die Auftragsbestände der Unternehmen sind historisch hoch, die Lieferengpässe entkrampfen sich gerade. Lediglich das Halbleiterproblem in der Automobilbranche dürfte länger in das neue Jahr hineinreichen. Die Inflation ist im Vormonatsvergleich bereits rückläufig, der Höhepunkt ist überschritten.

Zum Interview auf focus.de

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Homeoffice nach fast zwei Jahren Pandemie
Christiane Flüter-Hoffmann / Oliver Stettes IW-Report Nr. 2 19. Januar 2022

Homeoffice nach fast zwei Jahren Pandemie

Die hier vorliegende Studie zeigt einen Rück- und Ausblick über die Verbreitung und Struktur der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung von Arbeit in Deutschland, Europa und den USA.

IW

Artikel lesen
Jochen Pimpertz in der Fuldaer Zeitung Gastbeitrag 19. Januar 2022

Kein höherer Krankenstand

Einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie sieht IW-Ökonom Jochen Pimpertz auch im betrieblichen Gesundheitsschutz.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880