„Es braucht Rahmenbedingungen, unter denen eine Ausweitung der individuellen Arbeitszeit attraktiv wird”, sagt IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.
Deutsche arbeiten weniger: Werden wir unseren Wohlstand halten können?
Deutschland steht vor der Herausforderung, dass in den kommenden Jahren Millionen mehr Menschen das Rentenalter erreichen als in das Erwerbsalter hineinwachsen. Wenn aus diesem Missverhältnis keine Wohlstandseinbußen und Verteilungskonflikte resultieren sollen, muss unter anderem das vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser ausgeschöpft werden. Letzteres ist durch eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und/oder eine Ausweitung der Arbeitszeit erreichbar.
Ein internationaler Vergleich zeigt, dass die Erwerbsbeteiligung in Deutschland hoch ist, die Pro-Kopf-Arbeitszeit hingegen weit geringer als in anderen Ländern ausfällt. Die hohe Erwerbsbeteiligung kompensiert aber nicht die geringe Arbeitszeit.
Im Ergebnis schöpfen wir unser Potenzial unterdurchschnittlich aus, obwohl wir vor überdurchschnittlichen demografischen Herausforderungen stehen. Für die Politik sollte daher klar sein: Der Hebel liegt bei der Arbeitszeit. Es braucht Rahmenbedingungen, unter denen eine Ausweitung der individuellen Arbeitszeit attraktiv wird.
Frankreich und Deutschland: Mehr Arbeitsvolumen bringt Wachstum
Frankreich holt nach Reformen bei der Aktivierung von Jüngeren und Älteren aus der Nicht-Erwerbstätigkeit im Vergleich zu Deutschland auf. In Frankreich wuchs das Arbeitsvolumen und das Bruttoinlandsprodukt legte deutlich stärker zu als hierzulande.
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Schatten-KI: Beschäftigte sind schneller als ihre Betriebe
Knapp drei von zehn Beschäftigten, die Künstliche Intelligenz (KI) beruflich nutzen, greifen dabei auf Tools zurück, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Diese „Schatten-KI“ ist ein Nachfragesignal.
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