Dass es nur wenig später tatsächlich zum Fall der Mauer kam, verdanken wir Deutsche vor allem den mutigen Bürgern der damaligen DDR, die unerschrocken und unermüdlich für ihre Freiheit und unsere Einheit kämpften. Ihnen gilt an diesem besonderen Tag unsere uneingeschränkte Dankbarkeit und unser Respekt.

Aber die Geschichte unserer Wiedervereinigung, die am 9. November 1989 mit dem Fall der Mauer ihren Anfang nahm, lässt sich nicht ohne die Vereinigten Staaten von Amerika erzählen.

Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs waren sie es, die mit dem Marshall-Plan den Wiederaufbau und wirtschaftlichen Wiederaufstieg Westdeutschlands ermöglichten. Gemeinsam mit unseren französischen und britischen Freunden waren es vor allem amerikanische Soldaten, die während des Kalten Krieges Deutschlands Sicherheit garantierten – und es auch heute noch tun.

Uneingeschränkte Solidarität und die Bereitschaft, für unsere Freiheit zu kämpfen und zu sterben – nichts anderes meinte John F. Kennedy, als er vor dem Rathaus Schöneberg die berühmten Worte sprach: „Ich bin ein Berliner!“ Für diesen einzigartigen Akt der Freundschaft werden wir Deutsche Amerika immer dankbar und verbunden sein.

Unsere Geschichte und unsere Einheit, die George Bush Senior gegen die Bedenken Frankreichs und Großbritanniens ermöglichte, lassen sich nicht ohne die USA betrachten. Wir wären ein anderes Land – womöglich weniger frei und weniger weltoffen. Dieses besondere Band zwischen Deutschen und Amerikanern besteht fort, ungeachtet der aktuellen politischen Meinungsverschiedenheiten. Es ist unsere Aufgabe als Bürger beider Länder, diese Freundschaft auch in Zukunft mit Leben zu füllen.

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Die Kommentatoren sitzen dem eingetragenen Verein Atlantik-Brücke e. V. vor.