Zur inhaltlichen Anreicherung der geplanten IW-Studie ist neben einer tragfähigen empirischen Basis eine Verständigung über das normative Leitbild für eine auf die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse abzielende Ausgestaltung der Regionalpolitik erforderlich. In diesem Workshop mit externen Experten aus der Ökonomie benachbarten Disziplinen soll dazu ein Austausch verschiedener Perspektiven stattfinden. Hierzu sollten in den folgenden beiden Themenblöcken einige Leitfragen diskutiert werden:

Themenblock I: Daseinsvorsorge oder „Abwicklung“ von Regionen?

Wieso verlieren einige Regionen den wirtschaftlichen Anschluss? Ist dies ein temporäres oder strukturelles Problem? Wie sollte der Staat hierauf reagieren? Können dauerhaft gleichwertige Lebensverhältnisse gesichert werden – und zu welchen Kosten? Welche allokativen und distributiven Konsequenzen ergeben sich aus der Clusterung wesentlicher Industrien?

Themenblock II: Brauchen wir neue Wege in der Regionalpolitik?

Wie sollte die Regionalpolitik mit Blick auf wirtschaftlich schwache Regionen ausgestaltet werden? Muss eine Mindestsicherung für Regionen etabliert werden – und was sollte sie umfassen? Sollte versucht werden, Bevölkerungsströme aktiv umzuleiten – und falls ja, mit welchen Instrumenten? Welche Optionen haben Regionen, in denen der Altenquotient stark ansteigt?