Wissenschaftspreis Bürokratie

Ausschreibung

Die Stiftung Wissenschaftspreis Bürokratie im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Institut der deutschen Wirtschaft schreiben zum dritten Mal den „Wissenschaftspreis Bürokratie“ für wissenschaftliche Forschung zur Funktionsweise und Wirkung von Bürokratien in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Der Preis soll die Wissenschaft anregen, sich mit der Arbeitsweise und der Entwicklungsdynamik von Bürokratien zu beschäftigen, auch mit der Wirkung von Bürokratien auf die Betroffenen und das Gemeinwesen.

Stifter dieses Preises ist Prof. Dr. habil. Fritz Hellwig, Gründungsdirektor des Instituts der deutschen Wirtschaft. Der Stifter verfolgte die Tendenz zur Erosion von Freiheits- und Gestaltungsspielräumen durch Bürokratien mit großer Sorge. Durch die „Überwucherung des Marktgeschehens mit Regulierungs- und Verwaltungsvorschriften“ sah er die Marktwirtschaft auf dem Weg zu einer „dezentralen Verwaltungswirtschaft“. Es war ihm daher wichtig, dass das Wirken von Bürokratien besser verstanden und ihren freiheitsgefährdenden Wirkungen besser entgegengewirkt werden kann.

Dieser Wissenschaftspreis wurde im Mai 2017 zum zweiten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden zwei Arbeiten, eine empirische Untersuchung, die für die OECD-Länder 1975-2005 zeigt, dass die Zunahme der Regulierungsdichte negativ mit der Qualität der Bürokratie eines Landes korreliert ist, und eine ideengeschichtliche Arbeit, die aufzeigt, wie man im deutschen Vormärz über die Ambivalenz von Bürokratie als Machtinstrument und als Schutz vor herrscherlicher Willkür nachdachte. Informationen zu den prämierten Arbeiten und zur Preisverleihung finden Sie hier.

Der mit 5.000 Euro dotierte „Wissenschaftspreis Bürokratie“ wird für wissenschaftlich fundierte Monographien und Publikationen in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften vergeben, die in den vergangenen drei Jahren erschienen sein müssen. Sammelbände können nicht prämiert werden, wohl aber deren Einzelbeiträge. Die Preisträgerin/der Preisträger wird von einer unabhängigen Jury bestehend aus Prof. Martin Hellwig, Ph.D., Prof. Dr. Michael Hüther, Gabriele C. Klug, Prof. Dr. Renate Mayntz und Prof. Dr. Daniel Zimmer ausgewählt. Die Geschäftsführung wird vom Institut der deutschen Wirtschaft wahrgenommen.

Die Preisverleihung findet im Mai 2019 im Institut der deutschen Wirtschaft statt. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2018. Einzureichen sind jeweils drei Exemplare der Publikation, eine elektronische Version und ein maximal fünfseitiges Executive Summary, das die wesentlichen Inhalte der Studie zusammenfasst. Der ausgesetzte Preis ist teilbar. Das Eigentum an den eingereichten Unterlagen geht an die Geschäftsführung über. Die Urheberrechte bleiben unberührt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Interessenten wenden sich bitte an

Institut der deutschen Wirtschaft
Dr. Rolf Kroker
Postfach 10 19 42
50459 Köln
E-Mail: wissenschaftspreis-buerokratie@iwkoeln.de