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IW-Trends Nr. 1 11. Mai 2026 Wido Geis-Thöne Wer lässt sich in Deutschland einbürgern? Eine Analyse auf Basis des Mikrozensus 2022

Lässt man die überwiegend nicht formal eingebürgerten Spätaussiedler außer Acht, lebten im Jahr 2022 den Angaben im Mikrozensus zufolge 2,69 Millionen eingebürgerte Personen in Deutschland, was 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.

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Wer lässt sich in Deutschland einbürgern? Eine Analyse auf Basis des Mikrozensus 2022
IW-Trends Nr. 1 11. Mai 2026 Wido Geis-Thöne

Wer lässt sich in Deutschland einbürgern? Eine Analyse auf Basis des Mikrozensus 2022

Wido Geis-Thöne Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Lässt man die überwiegend nicht formal eingebürgerten Spätaussiedler außer Acht, lebten im Jahr 2022 den Angaben im Mikrozensus zufolge 2,69 Millionen eingebürgerte Personen in Deutschland, was 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.

Von diesen gingen 1,74 Millionen einer Erwerbstätigkeit nach, womit der Anteil an allen Erwerbstätigen mit 4,2 Prozent noch etwas höher lag. Von den in den Jahren 2002 bis 2016 eingereisten Personen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren, die die deutsche Staatsangehörigkeit nicht auf anderem Wege erhalten haben, hatte sich bis zum Jahr 2022 mit 11,3 Prozent etwas mehr als jeder Zehnte einbürgern lassen. Besonders häufig war dies bei Akademikern, bei Personen mit Ausbildungsmotiv und bereits im Kindesalter eingereisten Personen der Fall. Eine multivariate Analyse zeigt die Zusammenhänge unter sonst gleichen Bedingungen. Dabei sticht der Ursprung in einem Asylherkunftsland stark heraus. In den letzten Jahren hat insbesondere der Anteil der syrischen Staatsangehörigen an den Einbürgerungen sehr stark zugenommen. Die Erwerbstätigenquote aller Eingebürgerten lag im Jahr 2022 mit 80,1 Prozent weit höher als bei den in den Jahren 2002 bis 2016 zugewanderten 25- bis 64-Jährigen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die 72,0 Prozent betrug. Damit erreicht sie fast das Niveau der Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit mit Geburt erworben haben. Auch unter sonst gleichen Bedingungen – insbesondere im Hinblick auf den Bildungsstand – bleiben deutliche Unterschiede zwischen eingebürgerten und Zuwanderern ohne deutsche Staatsangehörigkeit bestehen.

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Wido Geis-Thöne Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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