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Gutachten 31. Oktober 2026 Simon Gerards Iglesias / Daniel Wörndl Argentinien als Investitionsstandort für deutsche Unternehmen

Für die deutsche Wirtschaft bietet Argentinien als Handelspartner und Investitionsstandort größere Chancen als Risiken. Das Land verbindet wirtschaftspolitische Öffnung mit beträchtlichen Rohstoff- und Energiepotenzialen, industrieller Kompetenz und einer tragfähigen Fachkräftebasis.

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Argentinien als Investitionsstandort für deutsche Unternehmen
Gutachten 31. Oktober 2026 Simon Gerards Iglesias / Daniel Wörndl

Argentinien als Investitionsstandort für deutsche Unternehmen

Studie in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Auslandsbüro Argentinien

Simon Gerards Iglesias / Daniel Wörndl Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Für die deutsche Wirtschaft bietet Argentinien als Handelspartner und Investitionsstandort größere Chancen als Risiken. Das Land verbindet wirtschaftspolitische Öffnung mit beträchtlichen Rohstoff- und Energiepotenzialen, industrieller Kompetenz und einer tragfähigen Fachkräftebasis.

Daraus ergeben sich für deutsche Unternehmen drei strategische Ansatzpunkte: Argentinien als Absatzmarkt, als Lieferant kritischer Rohstoffe und als Standort für technologische Wertschöpfung.

Der südamerikanische Staat vereint heute mehr denn je wichtige Standortvorteile auf sich:

  • Wirtschaftliche Stabilisierung: Inflation und makroökonomische Unsicherheit sind deutlich zurückgegangen; Kapitalverkehr und Devisenmarkt wurden schrittweise liberalisiert – eine Entwicklung, deren Dauerhaftigkeit sich angesichts der Volatilität internationaler Finanzmärkte und anstehender Wahlen in Argentinien noch beweisen muss.
  • Strategische Potenziale: Lithium, Kupfer, Öl und Gas sowie der Ausbau der Energieinfrastruktur schaffen Nachfrage nach deutscher Maschinen-, Anlagen- und Umwelttechnik. Argentinien kann gleichzeitig zur Diversifizierung deutscher Rohstoffbezüge beitragen – bei entsprechenden Rahmenbedingungen durch Politik und Entscheidungen durch die Wirtschaft.
  • Wettbewerbsdruck: Deutschland hat in wichtigen Warengruppen Marktanteile in Argentinien verloren, während China seine Position ausgebaut hat. Deutsche Unternehmen punkten mit lokaler Präsenz, Systemintegration, Service und technologischer Qualität.
  • Industrielle Anknüpfungspunkte: Deutschland bleibt ein wichtiger Lieferant industriel ler Vorleistungen. Der deutsche FDI-Bestand in Argentinien ist robust und beläuft sich auf rund 5 Milliarden US-Dollar; 44 Prozent entfallen auf das verarbeitende Gewerbe. Zunehmende Dynamik entsteht im Dienstleistungssektor, insbesondere auch für KI-Dienstleistungen.
  • Fachkräfte und Kooperationen: Rund 1,4 Millionen Personen sind in beruflich technischen Bildungsgängen mit stark industriell ausgerichtetem Segment eingeschrieben. Qualifikationsprofile von Sekundarstufe bis Hochschule weisen eine hohe Anschlussfähigkeit an deutsche Anforderungen auf, und an bestehende Bildungs- und Kooperationsstrukturen kann gut angeknüpft werden.
  • Begrenzende Risiken: Die Erholung der argentinischen Wirtschaft ist sektoral unter schiedlich, und die politische Verankerung des Reformkurses bleibt offen. Dennoch ist das Risiko in der Reversibilität der Reformpolitik kalkulierbar, insbesondere dort, wo Unternehmen ihre Präsenz, Finanzierung, Energiebezüge und Fachkräftesicherung an die Unsicherheiten anpassen können.
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Argentinien als Investitionsstandort für deutsche Unternehmen
Gutachten 31. Oktober 2026 Simon Gerards Iglesias / Daniel Wörndl

Argentinien als Investitionsstandort für deutsche Unternehmen

Studie in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Auslandsbüro Argentinien

Simon Gerards Iglesias / Daniel Wörndl Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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