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Gutachten 20. Mai 2025 Michael Grömling / Michael Voigtländer / Steffen Wetzstein* Internationale Produktivitätsunterschiede in der Bauwirtschaft

Die vorliegende Studie untersucht die Entwicklung der Produktivität in der Bauwirtschaft und vergleicht sie mit derjenigen in anderen europäischen Ländern. Hierdurch sollen produktivitätshemmende und -fördernde Faktoren identifiziert werden.

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Internationale Produktivitätsunterschiede in der Bauwirtschaft
Gutachten 20. Mai 2025 Michael Grömling / Michael Voigtländer / Steffen Wetzstein*

Internationale Produktivitätsunterschiede in der Bauwirtschaft

Gutachten im Auftrag des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e.V.

Michael Grömling / Michael Voigtländer / Steffen Wetzstein* Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die vorliegende Studie untersucht die Entwicklung der Produktivität in der Bauwirtschaft und vergleicht sie mit derjenigen in anderen europäischen Ländern. Hierdurch sollen produktivitätshemmende und -fördernde Faktoren identifiziert werden.

In diesem Sinne werden die Ergebnisse einer IW-Befragung zu den Hemmnissen für Produktivität sowie die Ergebnisse aus Gesprächen mit internationalen Bauexperten vorgestellt. Im Folgenden finden sich die Kernergebnisse der Studie:

  • Auf Basis von Interviews mit internationalen Bauexperten zeigt sich, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland die Entwicklung der Produktivität behindern. Eine höhere Produktivität wäre vor allem durch die folgenden Anpassungen möglich:
    • Durch die Zusammenführung von Planung und Bau, die verstärkte Nutzung von Generalunternehmermodellen sowie Digitalisierung lassen sich Schnittstellenprobleme und Fehler reduzieren.
    • Durch die Setzung von Zielen statt starrer Standards werden Anreize für Innovation und günstigeres Bauen geschaffen.
    • Eine gemeinsame Haltung von Verwaltung, Wirtschaft und Politik zur Erreichung gemeinsamer Ziele begünstigt effizienteres Bauen und schafft Möglichkeiten für die Umsetzung besserer Lösungen.
    • Der Fachkräftemangel ist ein Kernthema für die europäische Bauwirtschaft insgesamt. Durch die konsequente und kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter kann jedoch die Produktivität gesteigert werden.
  • Auch die Umfrage des IW unter Bauunternehmen zeigt, dass Regulierung und Bürokratie mit weitem Abstand als die größten Hemmnisse für die Produktivität angesehen werden. Hierauf folgen Unsicherheiten in Bezug auf die Dekarbonisierung (etwa im Hinblick auf Anforderungen und Förderungen), der Mangel an Fachkräften und die mangelnde Digitalisierung in Deutschland.
  • Die Arbeitsproduktivität in der Bauwirtschaft ist im Zeitraum 2019 bis 2023 in vielen Ländern aufgrund der Baukrise und des damit einhergehenden Nachfragerückgangs gesunken. Angesichts des Fachkräftemangels haben Unternehmen in vielen Ländern, wie es auch gesellschaftlich gewünscht ist, die Beschäftigung jedoch konstant gehalten. Bei rückläufiger Auftragslage folgt daraus unweigerlich eine statistisch induzierte fallende Produktivität.
  • Die empirische europäische Analyse für den Zeitraum 2011 bis 2019 belegt jedoch, wie gravierend die Folgen eines sub-optimalen Rahmens für die Bauwirtschaft sind – schließlich war diese Phase durch eine verhältnismäßig robuste gesamtwirtschaftliche Entwicklung gekennzeichnet. Während im Durchschnitt der EU die Arbeitsproduktivität konstant geblieben ist, gab es in Frankreich, Deutschland und einigen anderen Ländern Rückgänge. Einige Länder, wie etwa die Niederlande, Belgien oder Dänemark, weisen jedoch aufgrund besserer Rahmenbedingungen eine steigende Produktivität auf.
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Internationale Produktivitätsunterschiede in der Bauwirtschaft
Gutachten 20. Mai 2025 Michael Grömling / Michael Voigtländer / Steffen Wetzstein*

Internationale Produktivitätsunterschiede in der Bauwirtschaft

Gutachten im Auftrag des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e.V.

Michael Grömling / Michael Voigtländer / Steffen Wetzstein* Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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