1. Home
  2. Studien
  3. Einkommen und Pflege: Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden
IW-Trends Nr. 2 9. September 2025 Maximilian Stockhausen Einkommen und Pflege: Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden

Im Jahr 2022 haben zirka 5,65 Millionen Menschen in Deutschland ihre Angehörigen gepflegt, zeigen Auswertungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Darunter sind 4,22 Millionen Pflegende im erwerbsfähigen Alter von 18 bis unter 66 Jahren, die oft Pflege, Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen.

PDF herunterladen
Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden
IW-Trends Nr. 2 9. September 2025 Maximilian Stockhausen

Einkommen und Pflege: Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden

Maximilian Stockhausen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Im Jahr 2022 haben zirka 5,65 Millionen Menschen in Deutschland ihre Angehörigen gepflegt, zeigen Auswertungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Darunter sind 4,22 Millionen Pflegende im erwerbsfähigen Alter von 18 bis unter 66 Jahren, die oft Pflege, Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen.

Die Pflegelasten sind nach Alter und Geschlecht ungleich verteilt, was sich auch in Unterschieden der Bruttoerwerbseinkommen von Pflegenden und Nichtpflegenden zeigt. Die Betrachtung der Bruttoerwerbseinkommen liefert jedoch einen unvollständigen Blick auf die finanzielle Situation der Pflegenden, da der Haushaltskontext und die umverteilende Wirkung des Steuer- und Transfersystems unberücksichtigt bleiben. Erwartungsgemäß fallen die Unterschiede im bedarfsgewichteten Haushaltsnettoeinkommen deutlich geringer aus, sodass sich ein sehr ähnliches Wohlstandsniveau zwischen Pflegenden und Nichtpflegenden ergibt. Gleichwohl variieren die Ergebnisse nach Alter, Geschlecht und Pflegebedarf. Größere Wohlstandsunterschiede sind in jüngeren Jahrgängen und bei steigendem Pflegebedarf zu beobachten. Unter dem Strich scheint sozialpolitischer Handlungsbedarf jedoch weniger mit Blick auf einen weitergehenden finanziellen Ausgleich geboten. Hilfreich wäre vielmehr eine Erhöhung der zeitlichen Flexibilität der Pflegenden.

PDF herunterladen
Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden
IW-Trends Nr. 2 9. September 2025 Maximilian Stockhausen

Einkommen und Pflege: Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden

Maximilian Stockhausen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Interaktiver Rechner: Zählen Sie zur Mitte oder sind Sie schon reich?
Pressemitteilung 19. Oktober 2026 Judith Niehues / Maximilian Stockhausen

Interaktiver Rechner: Zählen Sie zur Mitte oder sind Sie schon reich?

Die meisten Menschen in Deutschland ordnen sich selbst der Einkommensmitte zu. Dabei gehören manche schneller zum wohlhabenderen Bevölkerungsteil, als sie glauben. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Judith Niehues / Maximilian Stockhausen IW

Artikel lesen
IW-Kurzbericht Nr. 73 19. Oktober 2026 Judith Niehues / Maximilian Stockhausen

Soziodemografie: Wer steht wo in der Einkommensverteilung?

Der Median der bedarfsgewichteten Haushaltsnettoeinkommen in Deutschland lag im Jahr 2024 bei 2.419 Euro im Monat.

Judith Niehues / Maximilian Stockhausen IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880