„Das Antlitz des Landes wird sich verändern“. Mit dieser Ankündigung war Wirtschaftsminister Robert Habeck 2021 in sein Amt gestartet. Der Blick auf die industrielle Transformation zeigt heute: Die noch notwendigen Veränderungen übertreffen bei Weitem die bereits bewältigten Umbrüche.
Gebraucht, aber gehasst: Infrastrukturen der industriellen Transformation
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
„Das Antlitz des Landes wird sich verändern“. Mit dieser Ankündigung war Wirtschaftsminister Robert Habeck 2021 in sein Amt gestartet. Der Blick auf die industrielle Transformation zeigt heute: Die noch notwendigen Veränderungen übertreffen bei Weitem die bereits bewältigten Umbrüche.
Darüber hinaus steht Deutschland vor einem Strukturwandel mit Frist: Bis 2045, so wurde es im Bundes-Klimaschutzgesetz bindend festgeschrieben, sollen Wirtschaft und Gesellschaft hierzulande netto keine Treibhausgas-Emissionen mehr ausstoßen.
2023 entfielen über die Hälfte der gesamtdeutschen CO2-Emissionen auf die Industrie (23 Prozent) und die Energiewirtschaft (30,5 Prozent).02 Die Dekarbonisierung dieser beiden Sektoren – bei gleichzeitiger Vermeidung einer Deindustrialisierung – ist eine der zentralen Herausforderungen der Klimapolitik. An den Industriestandorten müssen Produktionsprozesse auf bislang kaum etablierte Technologien umgestellt werden. Für die Stahlproduktion bedeutet dies das Ende des CO2-intensiven Hochofens mit Koks und die Umstellung auf die Direktreduktion von Eisenerz mit Erdgas und langfristig mit Wasserstoff. In der Grundstoffchemie steht die Elektrifizierung der Prozesswärmeerzeugung in sogenannten Steamcrackern auf der Agenda. Und in der Glasindustrie muss Erdgas durch Strom und grüne Gase ersetzt werden. Nicht zuletzt werden wasserstoffbetriebene Gaskraftwerke als flexible Back-up-Kapazität im klimaneutralen Energiesystem der Zukunft gebraucht.
Gebraucht, aber gehasst: Infrastrukturen der industriellen Transformation
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
„Grünes Schrumpfen ist eine Dystopie“
Wirtschaftswachstum und Klimaschutz gelten manchen als unvereinbar, Kritiker fordern ein bewusstes Schrumpfen der Wirtschaft. IW-Direktor Michael Hüther erklärt im Streitgespräch mit der Journalistin Ulrike Herrmann im Deutschlandfunk, warum er auf technologischen Fortschritt setzt.
IW
Industrietransformation im laufenden Betrieb
Energieintensive Branchen stehen zwischen schwacher Nachfrage, globalen Überkapazitäten und handelspolitischen Hindernissen. Obendrauf muss der klimaneutrale Umbau gelingen – bislang massiv erschwert durch fehlende Voraussetzungen. Die Stahlindustrie zeigt das besonders deutlich.
IW