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Externe Veröffentlichung 3. März 2025 Matthias Diermeier / Armin Mertens in Aus Politik und Zeitgeschichte Gebraucht, aber gehasst: Infrastrukturen der industriellen Transformation

„Das Antlitz des Landes wird sich verändern“. Mit dieser Ankündigung war Wirtschaftsminister Robert Habeck 2021 in sein Amt gestartet. Der Blick auf die industrielle Transformation zeigt heute: Die noch notwendigen Veränderungen übertreffen bei Weitem die bereits bewältigten Umbrüche.

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Infrastrukturen der industriellen Transformation
Externe Veröffentlichung 3. März 2025 Matthias Diermeier / Armin Mertens in Aus Politik und Zeitgeschichte

Gebraucht, aber gehasst: Infrastrukturen der industriellen Transformation

Matthias Diermeier / Armin Mertens in Aus Politik und Zeitgeschichte Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

„Das Antlitz des Landes wird sich verändern“. Mit dieser Ankündigung war Wirtschaftsminister Robert Habeck 2021 in sein Amt gestartet. Der Blick auf die industrielle Transformation zeigt heute: Die noch notwendigen Veränderungen übertreffen bei Weitem die bereits bewältigten Umbrüche.

Darüber hinaus steht Deutschland vor einem Strukturwandel mit Frist: Bis 2045, so wurde es im Bundes-Klimaschutzgesetz bindend festgeschrieben, sollen Wirtschaft und Gesellschaft hierzulande netto keine Treibhausgas-Emissionen mehr ausstoßen.

2023 entfielen über die Hälfte der gesamtdeutschen CO2-Emissionen auf die Industrie (23 Prozent) und die Energiewirtschaft (30,5  Prozent).02 Die Dekarbonisierung dieser beiden Sektoren – bei gleichzeitiger Vermeidung einer Deindustrialisierung – ist eine der zentralen Herausforderungen der Klimapolitik. An den Industriestandorten müssen Produktionsprozesse auf bislang kaum etablierte Technologien umgestellt werden. Für die Stahlproduktion bedeutet dies das Ende des CO2-intensiven Hochofens mit Koks und die Umstellung auf die Direktreduktion von Eisenerz mit Erdgas und langfristig mit Wasserstoff. In der Grundstoffchemie steht die Elektrifizierung der Prozesswärmeerzeugung in sogenannten Steamcrackern auf der Agenda. Und in der Glasindustrie muss Erdgas durch Strom und grüne Gase ersetzt werden. Nicht zuletzt werden wasserstoffbetriebene Gaskraftwerke als flexible Back-up-Kapazität im klimaneutralen Energiesystem der Zukunft gebraucht.

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