Dieser Beitrag diskutiert einen von Becker et al. (2022) und Becker (2024) entwickelten Ansatz zur empirischen Herleitung von Armutsgrenzen, der auf einem multidimensionalen Ressourcenansatz basiert und neben einer integrativen Betrachtung von Einkommen und Vermögen auch das Konsum- und Sparverhalten der Haushalte berücksichtigt.
Armuts(risiko)grenzen – eine kritische Auseinandersetzung
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Dieser Beitrag diskutiert einen von Becker et al. (2022) und Becker (2024) entwickelten Ansatz zur empirischen Herleitung von Armutsgrenzen, der auf einem multidimensionalen Ressourcenansatz basiert und neben einer integrativen Betrachtung von Einkommen und Vermögen auch das Konsum- und Sparverhalten der Haushalte berücksichtigt.
Neben einer kritischen Einordnung der theoretischen Fundierung des Konzepts wird aufgezeigt, dass auch der vorgeschlagene Ansatz mit (normativen) Setzungen verbunden ist und wesentliche Kritikpunkte gegenüber der relativen Einkommensarmutsmessung ebenfalls bei dieser Methode bestehen bleiben. Darüber hinaus erfolgt eine kritische Einordnung der (alleinigen) Nutzung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zur Ableitung von Armuts(risiko)grenzen und zur Identifikation von Armutsrisikogruppen.
Armuts(risiko)grenzen – eine kritische Auseinandersetzung
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Interaktiver Rechner: Zählen Sie zur Mitte oder sind Sie schon reich?
Die meisten Menschen in Deutschland ordnen sich selbst der Einkommensmitte zu. Dabei gehören manche schneller zum wohlhabenderen Bevölkerungsteil, als sie glauben. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW
Soziodemografie: Wer steht wo in der Einkommensverteilung?
Der Median der bedarfsgewichteten Haushaltsnettoeinkommen in Deutschland lag im Jahr 2024 bei 2.419 Euro im Monat.
IW