Das Städteranking 2026 untersucht nicht nur, wo es sich am besten lebt oder welche Großstadt besonders wirtschaftsstark ist, sondern im neu geschaffenen KI-Index unter auch, wie gut die regionalen Ökosysteme für Künstliche Intelligenz aufgestellt sind.
Städteranking 2026: Wo lebt es sich am besten?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Das Städteranking 2026 untersucht nicht nur, wo es sich am besten lebt oder welche Großstadt besonders wirtschaftsstark ist, sondern im neu geschaffenen KI-Index unter auch, wie gut die regionalen Ökosysteme für Künstliche Intelligenz aufgestellt sind.
Für die 71 kreisfreien Städten mit mehr als 100.000 Einwohner:innen hat die IW Consult gemeinsam mit ImmoScout24 und der Wirtschaftswoche erneut das jährliche Städteranking berechnet. Dafür wurden verschiedene Indikatoren aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Lebensqualität, Immobilienmarkt in einem Niveau- und Dynamikvergleich berücksichtigt.
München gewinnt erneut das Niveau – aber zwei Städte fliegen aus den Top 10
Das Niveauranking bewertet die derzeitige Wohn-, Lebens-, Arbeits-, und Wirtschaftssituation der deutschen Großstädte anhand von 51 Indikatoren. So spiegeln beispielsweise die Mietpreise und die Vermarktungszeit die Attraktivität des Wohnungsmarkts einer Stadt wider. Kitaquoten und Gästeübernachtungen lassen wiederum Rückschlüsse auf die Lebensqualität in einer Stadt zu. Um die Leistungsfähigkeit des Arbeitsmarkts einzuschätzen, fließen Pendlerquoten sowie Ingenieursquoten in die Untersuchung ein. Eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsstruktur zeigt sich wiederum maßgeblich in der Höhe der Steuereinnahmen.
München liegt wie in den Vorgängerrankings mit Abstand auf Rang 1. Mit Frankfurt am Main gibt es einen neuen Zweitplatzierten. Die Mainmetropole war noch nie so gut platziert. Stuttgart rutscht auf den dritten Podiumsplatz. Während Wolfsburg (Rang 13) und Mainz (Rang 14) aus den Top 10 fällen, ist Düsseldorf mit Rang 10 zum zweiten Mal nach 2024 wieder knapp drin. Darmstadt verbessert sich um vier Ränge und ist nun Neunter. Die Top 10 vervollständigen Ingolstadt (-1), Erlangen (+2), Regensburg (-1), Ulm (+1) und Hamburg (+2). Dahinter verbessert sich Bonn um 6 Positionen (Rang 12). Das ist zusammen mit Karlsruhe auf Rang 15 und Magdeburg auf Rang 51 der größte Sprung.
Frankfurt am Main liegt erstmals im Dynamikvergleich vorne
Das Dynamikranking vergleicht die Entwicklung von 35 Indikatoren des Niveaurankings für die letzten fünf Jahre. Ein solcher Vergleich ist wichtig, um Entwicklungstrends zu identifizieren und den Erfolg von Handlungsmaßnahmen zu überprüfen. So wird deutlich, welche Städte im Standortwettbewerb aufgeholt haben, oder Wettbewerbsfähigkeit verloren haben.
Frankfurt am Main ist zum ersten Mal die dynamischste Großstadt Deutschlands. Sie löst damit Mainz (Rang 10) an der Spitze ab. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Düsseldorf ist groß. Berlin und München folgen auf den Plätzen 3 und 4. Damit liegen vier Metropolen an der Spitze. Die weiteren drei Metropolen Köln (Rang 11), Hamburg (Rang 14) und Stuttgart (Rang 38) liegen außerhalb der Top 10. Die Premiere in den Top 10 des Dynamikrankings feiert Bochum auf Rang 8. Besonders große Sprünge in der Dynamik machen auch Trier, Fürth und Karlsruhe.
München führt den KI-Index an
Erstmals wurden die KI-Ökosysteme der 71 deutschen Großstädte untersucht. Die Hauptstadt des Freistaats Bayern führt den ergänzenden KI-Index an. München belegt sowohl bei der KI-Startup-Dichte als auch bei Stellenausschreibungen mit KI-Bezug den Spitzenplatz. Auch bei Digitalisierungs-Patentanmeldungen und dem Anteil digitaler Vorreiterunternehmen schneidet München besonders stark ab.
Mit Erlangen und Karlsruhe folgen zwei kleinere Großstädte auf den Podiumsplätzen. Erlangen verbindet KI und medizinische Forschung. Die Stadt erreicht bei den Digitalisierungs-Patentanmeldungen mit großem Abstand den Spitzenplatz. Karlsruhe liegt bei der KI-Startup-Dichte direkt hinter München auf Rang 2 und bei den Stellenausschreibungen mit KI-Bezug auf Rang 3. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Digital Hub angewandte Künstliche Intelligenz Karlsruhe bilden wichtige Eckpfeiler.
Langfristig sind Bochum und Kiel Aufsteiger
Die einheitliche Methodik des Städterankings erlaubt auch Langzeitvergleiche. Im Zehnjahresvergleich sind Bochum und Kiel die größten Gewinner. Beide Städte verbesserten sich seit 2016 im Niveauranking jeweils um elf Plätze.
Bochum klettert von Rang 58 auf Rang 47. Beim Arbeitsmarkt und Immobilienmarkt entwickelte sich Bochum besonders positiv. Bochum zeigt wie Strukturwandel im Ruhrgebiet gelingen kann. Beispielsweise mit dem Innovationspark Mark 51°7, als Standort für Technologieunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen, entwickelt sich Bochum von einem klassischen Industriestandort zur einer breiter aufgestellten Wissenschaftsstadt.
Im Ruhrgebiet verläuft der Wandel jedoch uneinheitlich. Zwar verbessern sich beispielsweise auch Dortmund und Hamm, andere Städte stagnieren aber oder verlieren weiter an Boden. Ebenfalls große Sprünge machen auch Halle (Saale), Münster und Lübeck. Auf der anderen Seite verlieren Mannheim und Jena mit jeweils 14 Plätzen am stärksten.
Städteranking 2026: Wo lebt es sich am besten?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Städteranking 2026: Wo lebt es sich am besten?
Standort Bayern – Unternehmensperspektiven 2026
Seit 2013 befragt IW Consult im Auftrag der vbw jährlich die Unternehmen im Freistaat zu den Standortbedingungen in Bayern. Die Ergebnisse der aktuellen Befragung zeigen ein differenziertes Bild: Die Bewertung der Standortqualität hat sich erstmals seit mehreren Jahren stabilisiert.
IW
IW-Wohnindex: Kaufpreise in den sieben teuersten Städten sinken
Hohe Zinsen sorgen dafür, dass die Kaufpreise für Immobilien im dritten Quartal 2026 stagnieren. Die Angebotsmieten steigen dagegen deutlich. In den teuersten Städten entwickeln sich die Mieten und Kaufpreise unterdurchschnittlich, zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW

