1. Home
  2. Studien
  3. Grundsicherung statt Grundrente: Eine Frage der Reichweite und Treffsicherheit
Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen IW-Trends Nr. 3 9. September 2019 Grundsicherung statt Grundrente: Eine Frage der Reichweite und Treffsicherheit

Mit einer Grundrente soll die Lebensleistung bedürftiger Ruheständler gewürdigt werden. Würde eine Rentenaufstockung ohne Bedürftigkeitsprüfung erfolgen, drohen die Hilfen in vier von fünf Fällen fehladressiert zu werden.

Download Studie
Eine Frage der Reichweite und Treffsicherheit
Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen IW-Trends Nr. 3 9. September 2019

Grundsicherung statt Grundrente: Eine Frage der Reichweite und Treffsicherheit

IW-Trends

Download Studie Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mit einer Grundrente soll die Lebensleistung bedürftiger Ruheständler gewürdigt werden. Würde eine Rentenaufstockung ohne Bedürftigkeitsprüfung erfolgen, drohen die Hilfen in vier von fünf Fällen fehladressiert zu werden.

Denn selbst wenn der individuelle gesetzliche Rentenanspruch niedriger ausfällt als der Leistungsanspruch in der Grundsicherung, so gelingt doch in den meisten Fällen eine armutspräventive Alterssicherung im Haushaltskontext. Zielführender wäre deshalb ein Anrechnungsfreibetrag bei der Bedürftigkeitsprüfung, der unabhängig von der Einkommensart gewährt werden sollte. Bei einem Freibetrag von bis zu 200 Euro pro Monat profitieren nahezu alle ursprünglich als potenziell unterstützungsbedürftig identifizierten Personen, wenn sie gleichzeitig Grundsicherungsleistungen beanspruchen. Damit würden allerdings Ruheständler je nach individuellem Alterseinkommen bei Bedürftigkeit unterschiedlich behandelt. Um Ungleichbehandlungen zu vermeiden, können alternativ die Regelsätze der Grundsicherung im Alter für alle bedürftigen Ruheständler angehoben werden. Doch damit steigt die Anzahl der potenziellen Bezieher von Grundsicherungsleistungen. Dies ist aber weniger als Alarmsignal zu interpretieren, sondern vielmehr als Indiz wirksamer Alterssicherung. Um die Akzeptanz der Grundsicherung als Element der Sicherungsarchitektur zu stärken, sollte deshalb die Bedürftigkeitsprüfung so ausgestaltet werden, dass sie als weniger beschämend empfunden wird.

Inhaltselement mit der ID 6310
Download Studie
Eine Frage der Reichweite und Treffsicherheit
Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen IW-Trends Nr. 3 9. September 2019

Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen: Grundsicherung statt Grundrente – Eine Frage der Reichweite und Treffsicherheit

IW-Trends

Download Studie Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Vielfalt statt Einheitlichkeit – eine Reformskizze zur Überwindung der „Zwei-Klassen-Medizin”
Jochen Pimpertz IW-Policy Paper Nr. 24 30. September 2021

Gesetzliche Krankenversicherung nach der Wahl

Ein überproportional starkes Wachstum der Pro-Kopf-Ausgaben prägt die gesetzliche Krankenversicherung. Mit der Alterung der geburtenstarken Jahrgänge wird sich dieser Trend noch verstärken. Steigende Finanzierungserfordernisse werden aber in dem ...

IW

Artikel lesen
Jochen Pimpertz IW-Kurzbericht Nr. 70 24. September 2021

Sozialbudget: Finanzierungsanteil der Unternehmen unterschätzt

Laut Sozialbudget haben die Unternehmen vor der Pandemie knapp 28 Prozent der Sozialleistungen finanziert, der Staat dagegen 39,6 Prozent. Berücksichtigt man aber, dass der Staat erst durch Steuerzahlungen alimentiert wird, steigt der Finanzierungsanteil der ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880