Aktuell investieren die Unternehmen 1.236 Euro je Mitarbeiter in Weiterbildung, knapp 16 Prozent mehr als im Jahr 2016. Das gesamtwirtschaftliche Investitionsvolumen ist um 23 Prozent gestiegen und beläuft sich auf 41,3 Milliarden Euro. Die Digitalisierung ist, wie sich bereits 2016 gezeigt hat, ein wesentlicher Treiber für Weiterbildung: Digitalisierte Unternehmen investieren mehr Zeit und Geld in Weiterbildung als andere Unternehmen.

Der größte Teil der Weiterbildung findet mit 89,2 Prozent während der bezahlten Arbeitszeit statt. Knapp drei Viertel der befragten Unternehmen halten die praktizierte Aufteilung der Weiterbildungskosten zwischen Unternehmen und Mitarbeitern für angemessen. Ergänzend zu ihrem großen privatwirtschaftlichen Engagement befürworten rund 70 Prozent der Unternehmen staatliche Unterstützung – insbesondere für Geringqualifizierte, Ältere oder kleine und mittlere Unternehmen und um den digitalen Strukturwandel zu meistern. Dazu wäre eine Prüfung, wie sich die steuerliche Behandlung von Weiterbildungskosten verändern ließe, sinnvoll. Weiterbildungshemmnisse sollten zudem durch Information und Beratung abgebaut werden, um noch mehr Menschen für Weiterbildung zu motivieren und Unternehmen darin zu unterstützen, Weiterbildungsbedarf zu erkennen.