Die vorliegende Studie liefert eine Bestandsaufnahme der von deutschen Unternehmen verwendeten Datenbewertungsmethoden. Für die empirische Analyse wurden auf Basis des IW-Zukunftspanels im Frühjahr 2018 insgesamt 1.235 Unternehmen aus Branchen der Industrie und der industrienahen Dienstleistungen befragt. Es wird analysiert, ob und zu welchen Zwecken Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Größe, Internationalisierung und Digitalorientierung ihre Daten bewerten. Außerdem wird geprüft, welche Unternehmenscharakteristika dazu führen, dass eine der untersuchten Methoden der Datenbewertung von den Unternehmen präferiert wird. Auf diese Weise wird ein Status quo der Bewertung von Daten in deutschen Firmen ermittelt. Die empirische Analyse zeigt, dass die Datenbewertung unter deutschen Unternehmen noch ein Randthema ist. Die meisten Firmen bewerten ihre Daten nicht und haben dies auch nicht vor. Von den Unternehmen im vorliegenden Sample evaluieren hauptsächlich diejenigen ihre Daten, die digitale Produkte anbieten. Wenn Unternehmen ihre Daten bewerten, nutzen sie in der Regel mehr als eine Methode. Am häufigsten bewerten die Firmen nach den Kosten sowie nach der Qualität und Aktualität der Daten. Eine klare Präferenz für eine bestimmte Methode oder ein bestimmtes Kriterium der Datenbewertung ist aus den Befragungsdaten jedoch nicht ersichtlich. Das unterstreicht die Komplexität der Datenbewertung in der Praxis.