Überdies zeigen sich große Unterschiede zwischen den kleinen Kindern unter sechs Jahren, den großen Kindern zwischen sechs und elf Jahren und den Jugendlichen zwischen zwölf und siebzehn Jahren. So sind die Zahlen der Jugendlichen in den neuen EU-Mitgliedsländern besonders stark gesunken, liegen vor dem Hintergrund des höheren Ausgangsniveaus hier mit 6,0 Prozent der Bevölkerung allerdings immer noch höher als in Deutschland mit 5,4 Prozent. Auch bei den großen Kindern stellt sich die Lage in Deutschland mit einem Bevölkerungsanteil von 5,3 Prozent sehr ungünstig dar. Hingegen liegt das Land bei den kleinen Kindern mit 5,6 Prozent nahe am EU-Schnitt von 5,8 Prozent und weit oberhalb des Werts für Südeuropa von nur 5,0 Prozent. Ausschlaggebend für diese bessere Positionierung ist der Anstieg der Geburtenzahlen in den Jahren zwischen 2008 und 2016, der sich seitdem allerdings nicht mehr weiter fortgesetzt hat. Für die Politik bedeuten die sinkenden Kinderzahlen, dass sie sich darauf einstellen muss, dass in den nächsten Jahren relativ wenige Personen ins Erwerbsleben nachrücken werden, und eine gezielte Demografievorsorge betreiben sollte, zu der etwa entsprechende Anpassungen im Sozialversicherungssystem und eine gezielte Förderung der Zuwanderung zählen.