Dabei ist die Dynamik, aber auch die Bedeutung der kommunalen Unternehmen sehr unterschiedlich. Betrachtet man den Umsatz gemessen am Bruttoinlandsprodukt als Maßstab zum relativen Größenvergleich, ragt Sachsen mit besonders großen kommunalen Unternehmen heraus. Baden-Württemberg folgt auf Platz 2 vor Hessen und Thüringen. Deutlich kleiner dimensioniert sind die kommunalen öffentlichen Unternehmen in Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen und dem Saarland.

In absoluten Größen stechen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen heraus. 2014 haben die Kommunalunternehmen aus dem Südwesten 71,9 Milliarden Euro umgesetzt, in NRW waren es 63,4 Milliarden. Bayern und Hessen folgen mit 44,8 und 32,0 Milliarden. Auch Sachsen (22,3 Milliarden),Niedersachsen (17,2 Milliarden) und Rheinland-Pfalz (10,1 Milliarden) liegen inzwischen über der10-Milliarden-Euro-Grenze.

Sachsen ist auch an der Spitze der Länder mit dem höchsten Wachstum kommunaler Unternehmen. Hier stieg der Umsatz zwischen 2010 und 2014 um 51 Prozent. Auch Thüringer Kommunen setzten ihre Unternehmen mit einem Plus von 50 Prozent auf Expansionskurs. In Bayern breiteten sich Unternehmen in Besitz von Städten und Kommunen ebenfalls aus und wuchsen um 26 Prozent; Nordrein-Westfalen folgt mit 21 Prozent. Deutlich zurückhaltender war Baden-Württemberg. Die hier schon sehr weit ausgebauten öffentlichen Unternehmen legten hier nur um 6 Prozent zu. Sehr ähnlich sah es mit 6 und 7 Prozent im Saarland und Sachsen-Anhalt aus. Besonders zurückhaltend waren Niedersachsens Kommunen. Während das Land immer noch Anteile an Volkswagen hält und dort eine privilegierte Stellung einnimmt, sind die Umsätze der kommunalen Unternehmen zuletzt sogar um 0,5 Prozent zurückgegangen.