Das Pariser Klimaabkommen

Auf der Klimakonferenz in Paris haben sich fast alle Staaten der Welt auf das anspruchsvolle Ziel festgelegt, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius, möglichst unter 1,5 Grad Celsius, zu begrenzen. Nun gilt es, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen. Die bevorstehende Klimakonferenz in Katowice hat das Ziel, Maßnahmen zur regelmäßigen Überprüfung der Zielerreichung festzulegen. Doch die erfolgreiche Erreichung der Klimaziele kann nur im Einklang von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stattfinden. Die Wirtschaft hat hier mit ihrer Innovationsstärke und Investitionspotenzialen einen relevanten Anteil – und kann mit Klimaschutz erhebliche Umsätze generieren.

Klimaschutz als Wirtschaftsfaktor

Mit dem zunehmenden Interesse am Klimaschutz wächst auch die Nachfrage nach entsprechenden Gütern und Dienstleistungen. In Deutschland wurden in 2016 bereits 46 Milliarden Euro mit dem Klimaschutz umgesetzt. So lautet das Ergebnis der jährlichen Erhebung der Waren-, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz des Statistischen Bundesamts. Die Umweltschutzwirtschaft ist hierbei eine Querschnittsbranche, das bedeutet unter ihr sind verschiedene Wirtschaftszweige oder Teile von Wirtschaftszweigen subsummiert und daher statistisch schwer erfassbar: Unter der Umweltschutzwirtschaft befinden sich sowohl auf Klimaschutzgüter spezialisierte Maschinenbauer als auch Betriebe, die nur einen kleinen Teil ihres Umsatzes mit dem Klimaschutz verdienen.

Verkaufsschlager Windenergie

Umsätze mit Gütern und Dienstleistungen, die dem Klimaschutz dienen, kann man entsprechend den klimapolitischen Zielen kategorisieren: Erhöhte Nutzung erneuerbarer Energien, das Einsparen oder effizientere Nutzen von Energie sowie die Reduktion von Treibhausgasen. Die in Deutschland produzierten Güter und Dienstleistungen für den Klimaschutz dienen vorrangig etwa zur Hälfe dem Ziel der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz. Diese können auch zu geringeren Treibhausgas-Emissionen führen.

Mit 15 Milliarden Euro Umsatz ist die Windenergie an Land das umsatzstärkste Klimaschutzgut – jeder dritte Euro in der deutschen Klimaschutzwirtschaft wird hiermit erzielt. An zweiter Stelle stehen mit 10 Milliarden Euro Umsatz Produkte zur Steigerung der industriellen Energieeffizienz wie energieeffiziente Antriebs- und Steuerungstechniken gefolgt von Energieeffizienzmaßnahmen für Gebäude mit 7 Milliarden Euro. Beide Energieeffizienzmaßnahmen gemeinsam sind wiederum für mehr als jeden dritten Euro Umsatz in der Klimaschutzwirtschaft verantwortlich. Auf die Erneuerbaren Windenergie auf See, Solarenergie und Bioenergie entfallen insgesamt 7 Milliarden Euro.